Drei Parteien, ein Bürgermeisterkandidat

Wahlkampf parteiübergreifend

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CDU, SPD und UWG haben mit Olaf Stelse einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten. Auf dem Bild von links Monika Baukloh, Holger Scheel, Olaf Stelse und Clemens Wieland.

Kierspe - Auch wenn die Corona-Pandemie vieles überdeckt und auch verhindert hat, so steht nach wie vor der Termin für die Kommunalwahl am 13. September. Dann werden in Kierspe die neuen Ratsfrauen und -herren sowie ein neuer Bürgermeister gewählt.

Nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung steht der amtierende Verwaltungschef und erste Bürger Frank Emde. Um seinen Stuhl bewerben sich mit Olaf Stelse, Armin Jung und Jörg Hentschel drei Kandidaten. Dabei führt die Kandidatur des Beigeordneten und Stadtkämmerers zu einer Besonderheit: Es gibt einen gemeinsamen Wahlkampf von CDU, SPD und UWG für ihren gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten – zumindest gab es jetzt ein gemeinsames Pressegespräch.

Bereits im Vorfeld hatten Christdemokraten, Sozialdemokraten und Unabhängige deutlich gemacht, dass sie Olaf Stelse als Bürgermeisterkandidaten unterstützen werden. „Wir wollen mit ihm in See stechen“, wählte CDU-Vorsitzender Holger Scheel eine bildhafte Sprache. Er sei der Kandidat, der Kierspe kenne und über Verwaltungserfahrung verfüge. Darüber hinaus, so Scheel weiter, habe die Stadt Kierspe eine „enorme Entwicklung“ vollzogen.

„Und die wollen wir mit ihm fortführen und Kierspe weiter entwickeln“, erklärte der CDU-Vorsitzende. Sein Pendant, SPD-Vorsitzende Monika Baukloh, schlug in die gleiche Kerbe. Olaf Stelse sei unter anderem auch durch seine Kinder in Kierspe verwurzelt. Außerdem habe man mit ihm stets auf Augenhöhe gearbeitet, weil er die Meinung des anderen respektiere. Zudem könne er Gruppierungen so koordinieren, dass ein gutes Ergebnis dabei herauskomme. „Wir sitzen alle im Rat, weil wir das Beste für Kierspe wollen“, betonte Monika Baukloh.

Nicht unumstritten

Stelse sei anfangs nicht unumstritten gewesen, meinte UWG-Vorsitzender Clemens Wieland, es habe Gedanken gegeben, einen Kandidaten aus den eigenen Reihgen aufzustellen. Letztlich habe Stelse jedoch „alle umfassend überzeugt“ – durch seine fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen. Er polarisiere nicht, könne Brücken bauen, verfüge über eine klare Zielsetzung sowie Personal- und Führungsverantwortung. Dies könne man bei den anderen beiden Kandidaten nicht erkennen, meinte Wieland.

Parteilos

Ein wesentlicher Punkt sei, dass der Kandidat parteilos und unabhängig sei – „Das wäre sonst ein K.o.-Kriterium gewesen“, betonte der UWG-Vorsitzende. „Wir unterstützen Stelse, wo wir nur können.“ Das heiße aber nicht, dass es keine kontroversen Diskussionen und Ansichten gebe.

Ebenso werde es keine große Koalition geben, fügte Holger Scheel hinzu. „Einige Positionen werden sich merkbar unterscheiden, doch bei den großen Linien unterstützen wir ihn“, so Scheel. Es gehe nicht um einzelne Themen, führte Monika Baukloh weiter aus, „es geht um die Stadt“. Und das Motto, mit dem Olaf Stelse als Kandidat antritt, lautet „Erreichbar – Erlebbar – Zukunftsfähig“.

Als Ziele nennt der Bürgermeisterkandidat die Mobilität und meint damit alltagstaugliche Radwege und Verbindungen in die Nachbarstädte, den Bürgerbus und die E-Mobilität. Ebenso sieht Stelse in der Fortführung des Themas „Platzgestaltung“ ein Ziel, in diesem Fall die Gestaltung des Bereichs Margarethenkirche, verbunden mit einer Digitalisierung, was mit der Regionale 2025 angegangen werden soll.

Ziele seien zudem barrierefreie Mietwohnformen, Betreiber für eine Musikkneipe, der digitale Ausbau aller Schulen und die Breitbandversorgung auch der „weißen Flecken“. Schließlich wies Clemens Wieland auf Stelses Wortwahl bei seinen Ausführungen hin. Er spreche von „wir“, sei also ein Teamspieler und wolle gemeinschaftliche Sachen in Angriff nehmen.

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