Wo der Roboter das Reibebrett holt

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Geschäftsführerin Andrea Bornträger (links) erklärt den jungen Besuchern ganz genau, wie die Maschinen arbeiten.

Kierspe - „Macht ihr auch Cola-Flaschen?“, wollte einer der jungen Besucher wissen, die am Freitag die Firma Plastika besuchten. 15 Vorschulkinder des DRK-Kindergartens waren an der Osemundstraße, um einmal eine Firma von innen zu sehen.

Das passte gut in den Wunsch der Erzieherinnen, den Kleinen die eigene Stadt näher zu bringen. In der Vergangenheit gab es bereits einen Besuch beim Bürgermeister und in Kürze wird die Margarethenkirche besichtigt – ob es dann auch noch zu einer Visite auf einem Bauernhof kommt, ist noch nicht ganz klar.

Mit der Firma Plastika hatten die Erzieherinnen auf jeden Fall alles richtig gemacht. Denn während viele Firmen in Kierspe doch eher für Kinder abstrakt erscheinende Produkte für die Automobilindustrie herstellen, werden bei Plastica vor allem Maurer-, Fliesenleger- und Malerwerkzeuge hergestellt. Und so waren die Kinder kaum im Besprechungsraum, in dem auch die Produkte ausgestellt werden, da rief der erste Junge: „Das da kenne ich, damit habe ich schon Tapete von der Wand geholt.“

Geschäftsführerin Andrea Bornträger nahm sich viel Zeit, alle Fragen zu beantworten und den jungen Besuchern zu erklären, wie das Spritzgießen funktioniert. Sie nutzte dazu das Beispiel der Bügelperlen, die allen Kindern bekannt waren.

Wie dann so eine Maschine aussieht, die aus den kleinen Kunststoffkügelchen Spachtel, Reibebretter, Schneidladen, Handgriffe oder Spachtel herstellt, aussieht, konnten die Kinder dann im Betrieb sehen. Voller Faszination blieben sie vor einem Roboter stehen, der die Reibebretter aus einer Maschine entnahm und punktgenau auf einem Fließband absetzte. Einer der jungen Besucher sagte bei diesem Anblick: „Eigentlich wollte ich Chemiker werden, doch jetzt möchte ich lieber als Maschinenentwickler arbeiten.“

Größer kann ein Lob für die gelungene Führung wohl nicht ausfallen. Um viele Eindrücke reicher und mit dem Wissen, dass man Kunststoffgranulat nicht essen darf, machten sich die Kinder wieder auf den Heimweg.

Aber da war doch noch was. Andrea Bornträger blieb auch die Antwort auf die Eingangsfrage nicht schuldig: „Nein, Cola-Flaschen fertigen wir nicht, das ist ein ganz anderes Herstellungsverfahren.“

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