Vorentscheid zum Burgrock-Festival

„Stilfrei“ traf mit deutschem Pop-Rock ins Schwarze. Die vier Musiker qualifizierten sich am Samstag für das Burgrock-Festival am 28. August.

KIERSPE ▪ Die Würfel sind gefallen: Zwei Bands aus dem Märkischen Kreis haben sich am Samstag beim ersten Vorentscheid im PZ der Gesamtschule ihren Auftritt beim Burgrock-Festival am 28. August auf Burg Altena gesichert. Dort wollen sie dann zusammen mit (inter)nationalen Größen der Rockszene das Publikum begeistern.

„Stilfrei” und „Acrid Tones” lagen in der Gunst der Konzertbesucher vorne und flippten schier aus vor Freude, als das Ergebnis gegen 24 Uhr von Jurymitglied Numen – vielen als Sänger der Band „Leichenwetter” bekannt – verkündet wurde. „Acrid Tones“-Sänger Marcel Plümper riss sich das T-Shirt vom Körper und rannte jubelnd durch den Zuschauerraum und die Bandmitglieder von „Stilfrei“ sprangen vor Freude und Erleichterung wild umher und fielen sich dann in die Arme.

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Vorentscheid zum Burgrock 2010

„Keine der vier Bands war schlecht”, hob Numen hervor. „Die Ergebnisse lagen ziemlich dicht beieinander.” Daher freue er sich, wenn die Musiker, die sich nicht qualifizieren konnten, im nächsten Jahr wieder dabei seien. Die zwölfköpfige Jury, zu der auch „Luxuslärm”-Sängerin Jini Meyer und der Schlagzeuger Jan Zimmer sowie Berufsmusiker Thorn Leonhardt, Kirsten Heinrich vom Iserlohner Eventclub „Stay Wild”, sowie der musikalische Berater des Burgrock-Festivals, Uli Künnecke, und ein fünfköpfiges Team vom Fachdienst Kultur des Märkischen Kreises zählte, hatte nach dem rund dreistündigen Konzerterlebnis alle Hände voll zu tun, um die Stimmzettel der rund 300 meist jugendlichen Besucher auszuzählen. Jeder konnte seine Stimme für zwei Bands abgeben. So beeinflusste das Publikum die Entscheidung der Jury an diesem Abend mit.

Die Reihenfolge der Auftritte war zuvor per Losentscheid festgelegt worden. Der Werdohler Band „Yiek” fiel die Aufgabe zu, als erste das Eis zu brechen und ihr Publikum anzuheizen. Bald wurde deutlich, dass jede Formation ihre eigene Fangemeinde mobilisiert hatte, die nur für sie vor der Bühne Stimmung machte. „Stilfrei“ aus Iserlohn hatte eigens einen Bus organisiert, mit dem 38 Freunde der Gruppe anreisten. Nach der energievollen Rockmusik von “Yiek“ folgte der etwas martialisch wirkende Auftritt von „Acrid Tones“, deren Anhänger überwiegend schwarz gekleidet die harten Rhythmen des Hard’n-Heavy-Rock durch „Headbangen” begleiteten. Demgegenüber blieben die Zuschauer beim Auftritt der Mendener Band „C.A.I.N.E” distanziert, obwohl auch sie eine professionell wirkende temperamentvolle Bühnenshow bot. Doch die Gruppe, die sich im Herbst 2008 beim WDR-Wettstreit den Titel „Beste Band Südwestfalens” sicherte, hatte dieses Mal kein Glück und schied aus. Mit der Band „Stilfrei” hieß es nun Bühne frei für melodischen Pop-Rock, der sogleich viele jüngere Konzertbesucher vor die Bühne lockte. Sänger Jeroen Brüggemann plauderte mit dem Publikum, machte auf die kommenden Auftritte der Band aufmerksam, moderierte die Songs an und bewies, dass er im Handumdrehen einen guten Kontakt zum Publikum aufbauen und die Stimmung anheizen kann.

„Startblock“ vertreibt die Wartezeit

Während sich die Jury zum Zählen der Stimmzettel und zu Beratungen zurückzog, überbrückte die Plettenberger Band “Startblock” die nervenaufreibende Wartezeit. Die Musiker traten 2005 als Newcomer-Band beim Burgrock-Festival auf und haben seitdem mehr als 50 Konzerte gegeben.

Die gute Verpflegung der Besucher mit Fladenbroten, Frikadellen und Getränken übernahmen am Samstag die Mitglieder der SG Kierspe-Meinerzhagen. Das zweite Entscheidungskonzert findet übrigens am 10. April ab 20 Uhr im „Stay Wild” in Iserlohn statt. Dann qualifizieren sich zwei weitere Bands für das Burgrock-Festival.

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