Bahnübergänge sollen mit moderner Sicherheitstechnik ausgestattet werden

Volmetalstrecke ab heute gesperrt - Baumaßnahmen beginnen

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Am Herlinghauser Weg wird es Lichtzeichen und akustisches Signal geben.

Kierspe - Wenn ab heute keine Züge mehr durchs Volmetal rollen, fällt der Startschuss für die notwendigen Bauarbeiten nicht nur für die Bahnstationen in Kierspe und Oberbrügge, sondern auch an der Strecke zwischen Meinerzhagen und Lüdenscheid.

Denn Ziel ist, beim Fahrplanwechsel Mitte Dezember dieses Jahres die RB 25 im Stundentakt nach Köln und Lüdenscheid fahren und auch Fahrgäste in Kierspe und Halver einsteigen zu lassen. Dafür ist es aber notwendig, dass die Geschwindigkeitsbegrenzungen, die bislang noch an den zahlreichen Bahnübergängen insbesondere auf Kiersper Stadtgebiet bestehen, aufzuheben und dadurch die Geschwindigkeit der Züge zu erhöhen, damit künftig der Stundentakt möglich ist.

Damit sollen in den kommenden sechs Monaten sozusagen die Bremsen „Bahnübergänge“ der Regionalbahn 25 gelöst werden. Das geht nur, wenn diese Übergänge mit entsprechender moderner Sicherheitstechnik ausgerüstet werden.

Der Bahnübergang Sankel erhält eine Lichtzeichenanlage mit Halbschranke und vorgeschaltetem Lichtzeichen auf der B 54.

Während acht Bahnübergänge, bei denen es sich um Feld- und Privatwege handelt, „aufgelassen“, also komplett geschlossen werden, gibt es noch zehn weitere, an denen gearbeitet werden muss. Für acht davon gibt es bereits Baurecht – für sieben, so hat die Deutsche Bahn mitgeteilt, seien schon Aufträge vergeben – , die beiden noch fehlenden Genehmigungen sollen nach Auskunft der Bahnpressestelle noch rechtzeitig eintreffen.

RB25: Bahnstrecke ab heute sechs Monate gesperrt - was Sie jetzt wissen müssen

Bei drei Bahnübergängen hat die Installation der Sicherheitstechnik direkten Einfluss auf den Straßenverkehr der Bundesstraße 54: An den Übergängen Sankel, Eiskeller und Bollwerk werden sogenannte vorgeschaltete Lichtzeichen aufgestellt.

Der Übergang Haus Rhade erhält neben Lichtzeichen noch Halbschranken.

Das bedeutet, wenn ein Zug kommt, wird der Straßenverkehr auf der B 54 kurzzeitig durch Ampeln gestoppt. Dies gilt bei Sankel und Eiskeller. In Bollwerk wird durch solch eine Ampel lediglich der von Oberbrügge kommende rechts auf die Straße Hüttenberg (Kreisstraße 25) abbiegende Verkehr angehalten. Bekanntlich gibt es einen Bahnübergang über die K 25 und nur wenige Meter davon entfernt den über die B 54. Beide Übergänge erhalten, wenn noch nicht vorhanden, Lichtzeichen und Halbschranken.

Eine vorgeschaltetes Lichtzeichen gibt es für die aus Richtung Oberbrügge kommenden Fahrzeuge, die in Bollwerk nach rechts auf die K 25 abbiegen.

Die Straße Hüttenberg auch eine Fußwegschranke. Zudem wird auch an der Straße Am Hameckerbach ein vorgeschaltetes Lichtzeichen aufgestellt. Lichtzeichen mit Halbschranken sind ebenfalls für die Bahnübergänge Eiskeller und Sankel vorgesehen. Dort wird es die Ampeln an der B 54 geben, weil die sogenannte Aufstellfläche – die Straße zwischen Schiene und Bundesstraße – zu klein ist.

Dort würde ein längeres Fahrzeug mit dem Heck noch im Schienenbereich oder auf der B 54 stehen, während es auf das Einbiegen wartet. Dies ist am Bahnübergang bei Haus Rhade nicht notwendig. Dort wird eine Lichtzeichenanlage mit einer Halbschranke errichtet.

Die Aufstellfläche zwischen Schiene und B54 reicht beim Bahnübergang Eiskeller nicht für ein längeres Fahrzeug aus, daher gibt es wie in Sankel eine Ampel an der B 54, die den Verkehr kurzzeitig stoppt, wenn ein Zug kommt.

Dies gilt ebenfalls für den Übergang Hagener Straße, wo es Lichtzeichen und Schranke bereits gibt. Lediglich eine Lichtzeichenanlage, mit zusätzlichem akustischem Signal, wird es am Herlinghauser Weg geben. Dort reiche der Platz aufgrund der beiden auf den Schienenstrang treffenden Straßen nicht aus, um eine Schranke zu installieren – wie es die Stadt Kierspe gefordert hatte.

Beim Bahnübergang Hüttenberg gibt es bereits Lichtzeichen. Es fehlt noch die Halbschranke.

Letztlich gibt es noch einen Privatweg in Vorth, der über die Schiene führt und mit Lichtzeichen mit Halbschranke ausgerüstet wird. Und der Übergang bei der Kläranlage des Ruhrverbandes bleibt dauerhaft geschlossen und wird nur auf Anforderung geöffnet. Im Übrigen erfolgt künftig die Steuerung aller Bahnübergänge vom Stellwerk in Brügge. Dies gilt ebenso für den Fußgänger- Übergang am Volme-Freizeitpark, der im Zuge der Arbeiten ans Stellwerk angepasst wird. Dies ist beim Bahnübergang Windfuhr – wo der Volmetalradweg einmal die Schiene kreuzen könnte – nicht notwendig. Dort ist eine sogenannte Umlaufsperre vorgesehen, die einschnelles Überqueren der Schienen verhindert.

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