VHS Volmetal: Erfolgreiche Arbeitwird fortgesetzt

+
Die VHS-Leitung stellte gemeinsam mit den Zweigstellenleitern das neue VHS-Programm vor. ▪

KIERSPE ▪ Die erfolgreiche Arbeit der Volkshochschule Volmetal ist messbar. Nicht nur in der Zahl der Kurse und Unterrichtsstunden. Sondern vor allem in der Zahl der Teilnehmer pro Kursus.

Während im Landesschnitt gerade einmal elf Teilnehmer pro Kursus gezählt wurden, waren es bei der VHS Volmetal 13,2. Grund genug, auch für das kommende Semester, das im Februar beginnt, ein anspruchsvolles Programm auf die Beine zu stellen.

„Die Volkshochschulen sind ein Segen für unser Land“, so hat es Bundespräsident Wulff in seiner Rede zur Eröffnung des diesjährigen Deutschen Volkshochschultages formuliert und so steht es auch auf dem neuen Programmheft. „Bei Drucklegung wussten wir ja noch nicht, dass der Präsident bei Auslieferung des neuen Heftes derart in aller Munde sein würde“, so VHS-Direktorin Marion Görnig einleitend bei der Vorstellung des neuen Semesterprogramms, das mit rund 380 angebotenen Kursen am 21. Februar startet – ausnahmsweise an einem Dienstag, da ein Tag zuvor Rosenmontag gefeiert wird. Anmeldeschluss ist der 10. Februar.

Neu im Programm – vor allem im Bereich Computer – sind sogenannte Kleingruppenkurse, die bereits starten, wenn sich fünf Teilnehmer anmelden. Maximal werden bei diesem Angebot sieben Teilnehmer zugelassen. „Diese Kurse sind zwar etwas teurer, dafür herrscht aufgrund der geringen Teilnehmerzahl aber auch eine ganz andere Lernatmosphäre“, erklärt Kathleen Müller als stellvertretende VHS-Leiterin.

Das Heft startet aber mit Angeboten, die in ihrer Teilnehmerzahl nicht begrenzt sind. So gibt es Vorträge zur Geschichte der Firma Otto Fuchs, aber auch die Ortschaften im Volmetal sind Themen von Vorträgen, die im Rahmen der Regionalgeschichte ihren Platz gefunden haben. Görnig: „Das Interesse an diesen Themen ist ungebrochen. Das bestätigen auch immer wieder die Referenten.“ Und zum Bereich Regionalgeschichte kann man sicher auch das Referat von Gunter Demnig zählen, der die „Stolpersteine“ als Künstler kreiert hat. Diese finden auch im Kreis immer weitere Verbreitung. Gerade setzen sich engagierte Meinerzhagener dafür ein, dass diese Form des Gedenkens auch in ihrer Heimatstadt Einzug hält.

Für einen Teil der im Einzugsgebiet der VHS wohnenden Menschen wird auch der Vortrag über Namibia zu so etwas wie Regionalgeschichte sein, werden sie sich doch dem Land im Rahmen einer VHS-Studienreise so intensiv nähern, dass es nach der Tour manchem Teilnehmer vertrauter sein dürfte, als die eigene Umgebung.

Zu finden sind all diese Kursangebote im sogenannten Forum, wo aber auch Themen wie „Virtuelles Wasser“, „Meditatives Wandern“, „Imkerei für Anfänger“ oder auch der „Motorsägenschein“ ihren Platz haben.

In der „Lebenswelt“ geht es dann um Zivilcourage, aktive Frauen und starke Eltern.

„Im ,Kultursalon’ bieten wir auch in diesem Jahr wieder ein umfassendes Angebot. Das auch in jedem Semester erneut mit viel Interesse von unseren Kunden bedacht wird“, erklärt Görnig. In diesem Bereich werden sich Gedanken um die Geschichten von morgen gemacht, für Lyrikfreunde gibt es ein poetisches Wochenende und die pädagogische Mitarbeiterin der VHS Dr. Aysegül Altun ruft mit „Klappentext“ einen Gesprächskreis für Literaturfreunde ins Leben.

Natürlich findet sich in diesem Teil des neuen VHS-Programms auch das eigene Theaterstück der VHS-Gruppe. Gleich viermal wird im März das Shakespeare-Stück „Was ihr wollt“ aufgeführt. Es gibt aber auch wieder Lesungen. Unter anderem liest Chris Marten aus seinem neuen Buch „Todespfad“. Hinter dem Pseudonym verbirgt sich Herbert Knorr, der sich als Ideengeber und Festivalleiter bei „Mord am Hellweg einen Namen machte. „Todespfad“ hat er auch diesesmal wieder gemeinsam mit seiner früheren Lehrerin geschrieben, genau wie den Vorgängerroman „Hydra“.

Fehlen dürfen im Kultursalon natürlich auch nicht die Fahrten zum Kölner Dom. „Erstaunlich, dass sich dort immer noch Interessenten finden. Aber die Fahrt ist immer sofort ausgebucht“, so Görnig. Doch auch andere Ausstellungen sind das Ziel der VHS. So geht es im Mai nach Frankfurt, wo in der Kunsthalle Bilder von Edvard Munch unter dem Titel „Der moderne Blick“ zu sehen sein werden.

Unverzichtbarer Baustein des VHS-Programmes ist natürlich die „Sprachenwelt“. Und die startet nicht mit einem Englischkursus, sondern mit einem Angebot für Analphabeten, von denen es mehr als zwei Millionen in Deutschland gibt.

Ansonsten nimmt natürlich Englisch den größten Platz in diesem Angebot ein. Diese Sprache wird zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlicher Intensität und für unterschiedliche Zielgruppen unterrichtet. Aber auch Italienisch, Spanisch, Schwedisch, Dänisch, Russisch, Polnisch, Niederländisch und Kroatisch stehen auf dem Stundenplan der heimischen VHS.

Im Berufszentrum gibt es auch im neuen Semester wieder eine Vielzahl an qualifizierenden Maßnahmen. Gleiches gilt auch für den „Computerraum“, in dem nun erstmals verstärkt die Kleingruppen ausprobiert werden. Das neue Programm endet mit einem großen Angebot zur Gesundheitsförderung und vielen Kreativkursen.

Unter anderem gibt es in dem neuen VHS-Heft auch das Angebot „Kommunikation am Telefon“, womit die Programmverantwortlichen dann wieder den Bogen zum Bundespräsidenten geschlagen hätten. ▪ Johannes Becker

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare