Volmestraße: Anwohner beklagen sich über altes Firmengebäude

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Kein schöner Anblick. Doch da sich die Immobilie an der Volmestraße in Privatbesitz befindet, sieht die Stadtverwaltung keine Handlungsmöglichkeiten.

Kierspe - Einen besonders einladenden Eindruck macht das alte Firmengebäude an der B54 nicht mehr. Die Scheiben sind zum Teil eingeworfen, die Front stark beschädigt und es gibt keinen Hinweis auf eine Nutzung.

Die Anwohner wollen sich mit diesem Anblick nicht mehr abfinden und fordern die Stadt zum Handeln auf. Doch diese sieht keine Möglichkeiten, an der Situation etwas zu verändern.

Anwohner machen sich Gedanken

Seinen Namen möchte der Anwohner nicht in der Zeitung lesen – sein Anliegen dagegen sehr wohl. Seit Jahren bereits würden die Anwohner sich Gedanken um das immer mehr verfallende Gebäude an der B 54 machen. Bereits mehrfach habe man sich an den Kreis und die Stadt gewandt, um auf die Missstände aufmerksam zu machen. Diese seien auch immer dann tätig geworden, wenn die Müllberge auf dem Gelände überhand genommen hätten, ansonsten sei aber nichts passiert.

Autos ohne Zulassung?

Der Anwohner berichtet von Autos ohne Zulassung, die in der Vergangenheit auf dem Gelände bewegt worden seien. „Wer weiß, was die da drin gemacht haben. Wenn da Öl in den Boden gesickert ist, gefährdet das die Umwelt – gerade im Hinblick auf die hinter dem Haus fließende Volme“, erklärt er. Besonders unansehnlich sei die Situation vor zwei Jahren gewesen, damals hätten sich große Mengen Altreifen auf dem Gelände befunden – aber auch alte Öldosen und anderer Unrat.

Ordnungsamt ist Immobilie bestens bekannt

Der Verfall ist überall sichtbar. Eine Nutzung wird es wohl für dieses Gebäude nicht mehr geben.

Daran kann sich Wolfgang Plate, Leiter des Sachgebietes Ordnung bei der Stadtverwaltung, noch gut erinnern: „Im Vorfeld der Veranstaltung ,Autofreies Volmetal’ haben die Mitarbeiter des Bauhofes rund 100 alte Reifen eingesammelt und entsorgt. Damals wurde auch noch anderer Müll mitgenommen. Und auch am Ufer der Volme haben wir saubergemacht. Das ist zwar eigentlich die Aufgabe des Immobilienbesitzers, doch wir wollten den Anblick den Besuchern der Veranstaltung ersparen.“

Grundstück in Privatbesitz

Grundsätzlich könne die Stadt aber nichts gegen den Verfall des Gebäudes unternehmen. „Das Firmengebäude und auch das Grundstück befinden sich in Privatbesitz und solange von der Immobilie keine Gefahr ausgeht, sind uns die Hände gebunden“, so Plate.

Gefahrenquelle an der Hausfront?

Ein Blech der Verkleidung wurde bei einem Unfall abgerissen und ragt nun in Richtung Bürgersteig.

Eine Gefahrenquelle sieht der besorgte Anwohner allerdings an der Front des Gebäudes. Diese wurde an zwei Stellen von Autofahrern, die von der Straße abkamen, beschädigt. An einer Stelle ist die Metallverkleidung lediglich über etliche Meter eingedrückt, an einer anderen Stelle wurde ein Blech abgerissen und ragt nun in Richtung Bürgersteig. Nach dem Gespräch mit unserer Zeitung hat Plate sich diesen Bereich angeschaut. Da das Blech aber im unteren Bereich noch befestigt ist, konnte es nicht sofort abgenommen werden. Plate sagte aber zu, dass sich die Bauhofmitarbeiter dieses Ärgernisses möglichst bald annehmen würden. Den Anwohnern wird dies wohl nicht reichen. Sie überlegen, ob sie im Rahmen des nächsten „Autofreien Volmetals“ den Blick der Teilnehmer mit Schildern auf den „Schandfleck“ lenken werden.

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