Volmefreizeitpark

Baukosten der Brücke steigen um 30 700 Euro

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Rainer Schürmann (links) und Carsten Seil, im Hintergrund die ersten Elemente der Fußgängerbrücke über die Volme.

Kierspe - Die Projektleiter des Volmefreizeitparks, Carsten Seil und Rainer Schürmann, sind optimistisch, das Gelände noch in diesem Jahr zu eröffnen. Demnach sollen, damit der zweite und letzte Bauabschnitt beginnen kann, die Aufträge für die noch auszuführenden Arbeiten – darunter auch die an der Fußgängerbrücke – im April vergeben werden.

Die Vorlage des Ausschusses für Umwelt und Bauen am 22. Februar verrät allerdings, dass es womöglich zu einer zweimonatigen Verzögerung kommen könnte. „Es deutet sich (...) bereits jetzt an, dass die Auftragsvergabe für den Brückenbau aus Genehmigungs- und Planungsgründen wohl erst später erfolgen kann“, heißt es dort. Aus terminlichen Gründen solle für diesen Fall die Auftragsvergabe im Rahmen einer Dringlichkeitsentscheidung erfolgen, „die dann im Ausschuss für Umwelt und Bauen am 14. Juni genehmigt werden kann.“ 

Die Fußgängerbrücke könnte sich noch als Sorgenkind der Planer entpuppen. Denn – und das ist ebenfalls den Ausschussunterlagen zu entnehmen – fest steht offenbar bereits jetzt, dass das Bauwerk deutlich teurer wird. Die reinen Baukosten der Brücke steigen demnach um 30 700 Euro auf nunmehr 125 900 Euro. 

Als Grund führt die Verwaltung an, dass die Brücke nicht, wie ursprünglich geplant, vor der Verlegung der Volme gebaut werden konnte. Weiterhin sei vorgesehen gewesen, dass der von der Windfuhr kommende Entlastungssammler in das südliche Widerlager einbindet. 

Brücke erst nach Verlegung der Volme bauen

„Die parallele Durchführung des Brückenbaus war (...) logistisch nicht in den Bauablauf der Altlastensanierung und der Volmeverlegung integrierbar“, heißt es. Die Brücke habe deshalb erst nach der Verlegung der Volme gebaut werden können, was wiederum erhöhte Anforderungen an den Gewässerschutz seitens der Unteren Wasserbehörde des Märkischen Kreises nach sich ziehe. 

Die Bezirksregierung ordnete darauf hin aus „Gründen der Wasserdynamik“ den Rückbau des bereits verlegten Entlastungssammlers aus dem Widerlager der Brücke an eine andere Einleitungsstelle an. In Zahlen bedeutet das: 29 200 Euro zusätzliche Kosten für den Bau der Brücke über der nun verlegten Volme, 1500 Euro für die zusätzliche Entwässerungsrinne und 8000 Euro für die Änderung der Entwurfsplanung und Statik wegen der Umlegung des Rohres. 

Erhöhung der Baukosten führt zur Anpassung der Honorare

Die nachträgliche Erhöhung der Baukosten führt zudem zu höheren Honoraren: Diese belaufen sich dann nicht wie geplant auf 8000, sondern auf 15 200 Euro. Weiterhin, so die Vorlage, wurden Arbeiten am Gewässer in Höhe von 21 300 Euro im ersten Bauabschnitt nicht umgesetzt und vergütet, die aber im Zuge des Brückenbaus nachgeholt werden müssten. Trotz der erhöhten Kosten hält die Verwaltung an der Realisierung der Brücke fest. Zum einen führe die Umstellung auf eine andere Bauweise zu keiner Kostenreduzierung, zum anderen seien die bisher aufgewendeten und beauftragten Planungskosten damit verloren, heißt es. Zudem bedeute eine „zeitintensive“ Brückenneuplanung eine Verzögerung der Gesamtfertigstellung des Volmefreizeitparks. Die Verwaltung hofft nun auf die Zustimmung der Politik, die am 22. Februar abstimmen wird.

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