Appell von Michaela Diller: Herkulesstaude bekämpfen

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Diese Wiese in Rehsiepen (am Ende von Neuebrücke in Richtung Meinerzhagen) ist vom Riesen-Bärenklau okkupiert worden. Landschaftswächterin Michaela Diller appelliert, Bekämpfungsmaßnahmen durchzuführen.

Kierspe - „Wenn wir nicht ständig dahinter her sind, wächst uns die Sache über den Kopf“, wird Landschaftswächterin Michaela Diller nicht müde, immer wieder an die Verantwortlichen der Stadt oder auch des Landesbetriebs Straßen.NRW zu appellieren, den Kampf gegen die Herkulesstaude fortzusetzen.

Wie wichtig das für die heute in Meinerzhagen lebende Kiersperin – „Das Volmetal war schon immer meine Sache!“ – ist, musste sie erst am Tag des Autofreien Volmetals erfahren. Dort hatte Diller mit einem Original am Stand des BUND – der an der Fußgängerbrücke kurz vor Bollwerk aufgebaut war – auf die Gefahren der Herkulesstaude und die Notwendigkeit der Bekämpfung dieser Pflanze aufmerksam gemacht.

Im Laufe des Tages war auch ein zehnjähriger Junge zum Ufer der Volme geklettert und dort in Kontakt mit der Pflanze geraten – „obwohl die nur wenige Blätter hatte!“ Bevor durch Sonneneinstrahlung Schlimmeres passieren und Verbrennungen auf der Haut entstehen konnte, wurde das Kind abgewaschen.

Michaela Diller wird heute bei der Eröffnung des Volme-Freizeitparks auf die Gefahren durch die Herkulesstaude hinweisen.

Für die Landschaftswächterin Grund genug, auf die Stellen hinzuweisen, wo die Herkulesstaude wächst. Das will sie auch heute tun, wenn der Volme-Freizeitpark eröffnet wird. Mit einem großen Plakat, dass sie sich dafür angefertigt hat, will sie zur Einweihungsfeier kommen.

Gleichzeitig macht Michaela Diller im Gespräch mit der MZ darauf aufmerksam, dass es immer wieder erfolgreiche Bekämpfungsmaßnahmen gibt. „Im vergangenen Jahr hat man unterhalb der Firma Hohage die Herkulesstaude bekämpft“, erzählt Diller. Und der Rest von vielleicht zehn Pflanzen sei in diesem Jahr ebenfalls schon mit dem Herbizid Ranger bestrichen worden.

Der Blütenstand dieser Herkulesstaude verdeutlicht, wie viele Samen die Pflanzen für ihre Vermehrung produziert.

Der Riesen-Bärenklau, wie die Pflanze auch genannt wird, ist damit in direkter Nähe zum Volme-Freizeitpark (so gut wie) beseitigt. Allerdings weiß Michaela Diller, dass es nur wenige Hundert Meter weiter im Bereich Rehsiepen (hinter dem Reifenhändler in Richtung Meinerzhagen) Stauden gibt. Die müssten ebenfalls bekämpft werden, denn aufgrund der zahlreichen Samen breitet sich der Riesen-Bärenklau sehr schnell aus.

„Mittlerweile ist er nicht nur in Flußauen, sondern sogar schon im Wald zu finden“, erklärt die Landschaftswächterin. Natürlich ist ihr bewusst, dass die Stadt oder auch die Landesstraßenmeisterei nicht so ohne Weiteres auf privaten Flächen handeln kann und darf.

Ebenso, dass die Verantwortlichen auf Informationen von Privaten warten, wo die Herkulesstaude auftaucht. Nur dann können geeignete Bekämpfungsmaßnahmen in Angriff genommen werden. Damit Kinder – wie sie früher selbst – gefahrlos an der Volme oder auch an anderen Bächen und Flüssen spielen können.

Direkt an der Bundesstraße 54 sind in Neuebrücke und Rehsiepen nur wenige Herkulesstauden zu sehen.

Aus dieser Sicht findet es Michaela Diller gut, dass Jungen und Mädchen schon vor der Eröffnung des Volme-Freizeitparks im neuen Bett des Volme-Bachs aus Steinen ein kleines Wehr gebaut haben und sich dort gerne aufhalten.

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