Volme-Freizeitpark: Sport und Spiel im Tal

Im Rahmen des Regionale-Projektes wurde auch ein Freizeitpark vorgestellt, der zwischen der B 54 und der Volme errichtet werden soll.

KIERSPE ▪ Hohe Ziele haben sich die Stadtoberen für die Regionale 2013 gesteckt. Die Volme soll attraktiver gestaltet und stärker in die Stadtplanung der Kommunen Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle einbezogen werden, ein Radweg, der auch von Skatern genutzt werden kann, soll die vier Städte verbinden.

Und in den einzelnen Kommunen sollen Projekte Leuchtturmwirkung entfalten, mehr Lebensqualität bieten und Touristen anlocken. Auffälligstes Projekt ist sicher der Aufzug, der aus der Meinerzhagener Skischanze einen Balkon zum Sauerland machen soll.

Aber auch für Kierspe gibt es ambitionierte Pläne. So könnte zwischen der Volmestraße und dem namensgebenden Fluss ein Volme-Freizeitpark entstehen. In der Projektbeschreibung heißt es: „Der Freizeitpark stellt das einzige Areal innerhalb des Volmebandes dar, das für eine aktive Freizeitgestaltung ausgebaut werden soll. Damit ist der Park wichtiger Ziel- oder Ausgangspunkt für den regionalen Volmetalradweg. Der Park grenzt an den alten/neuen Bahnhof an, nimmt die geöffnete renaturierte Volme auf und verknüpft öffentliche Freizeit- und Veranstaltungsbereiche mit privaten Angeboten. Auf heute un(ter)genutzten Flächen an der B 54, am Eingang in den Stadtteil Bahnhof, soll ein differenziertes Sport- und Freizeitangebot, bestehend aus Kletterwänden, Sportflächen, und Veranstaltungsflächen mit Zuschauertribüne entstehen.“

Allerdings würde ein solcher Park auch große Investitionen fordern, die aber nach Ansicht von Achim Dahlheimer vom Ministerium für Bauen und Verkehr, unverzichtbar seien, um die Region in einer Zeit des demografischen Wandels zu stärken. So sieht eine ganz grobe Kostenplanung des Planungsbüros für die Aufbereitung des Areals alleine schon rund 500 000 bis 800 000 Euro vor, darin enthalten sind der Erwerb der Flächen und der Abriss der Gebäude, die sich dort zurzeit noch befinden. Die Kosten für die Umlegung und Öffnung der Volme werden auf bis zu 200 000 Euro geschätzt und damit genauso teuer wie die Erschließung des öffentlich nutzbaren Geländes. Das eigentliche Anlegen des Freizeitparkes würde in den Bereichen, die von der öffentlichen Hand getragen werden, bis zu 600 000 Euro kosten.

Abgerundet wird das Projekt durch eine neue Brücke, die die Bahnlinie queren und eine Zuschauertribüne erschließen soll. Insgesamt könnten nach den Unterlagen des Planungsbüros der Park und die Brücke rund 2,4 Millionen Euro kosten.

Geplant ist auch der Ausbau des Zentralen Omnibusbahnhofes auf dem Gelände des Bahnhofs, an dem ein Kiosk und eine Unterführung entstehen sollen. In ein Gebäude an der Kölner Straße soll dann eine Radstation integriert werden. Dort sollen nicht nur Räder und E-Bikes verliehen werden, es sollen auch 150 Radstellplätze entstehen und eine Möglichkeit zur Reparatur der Fahrzeuge. Die Kosten für diese Radstation werden von dem Planungsbüro auf rund 300 000 bis 400 000 Euro geschätzt. ▪ Johannes Becker

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