Volme-Freizeitpark für alle Generationen

Wenn es nach den Berliner Planern Franz Reschke und Jan Derveaux geht, wird der Volme-Freizeitpark künftig in etwa so aussehen.

Kierspe - Spielen, Erleben, Entdecken und Entwickeln – verschiedene Stationen im Volme-Freizeitpark sollen Besucher zum Mitmachen anregen. Dienstagabend stellte die Verwaltung den Gewinnerentwurf im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung vor. Nach Schätzungen könnte der Entwurf „knapp mit dem Budget von 800.000 Euro realisiert werden“.

Von Matthias Clever

Mit einer Gegenstimme hatte die 14-köpfige Jury den Entwurf des Landschaftsarchitekten Franz Reschke und des Architekten Jan Derveaux, beide aus Berlin, zum Sieger gekürt.

Neben Vertretern aus Politik und Verwaltung bestand die Kommission aus verschiedenen externen Fachleuten. Der Jury gefiel besonders, dass der Entwurf vorsieht, die Volme und ihren renaturierten Verlauf in den Vordergrund zu stellen. Die Parkidee orientiere sich an der neuen Lage der Volme und den damit entstehenden Qualitäten. Die Volme trennt zukünftig klar die aktive von der eher ruhigen Parkseite.

„Besonders toll ist auch, dass viele Ideen von Bürgern eingeflossen sind“, sagt Rainer Schürmann, Sachgebietsleiter Bauverwaltung und Planung. Diese finden sich unter vier Schlagworten wieder:

Spielen: Generationsübergreifende Angebote sollen auf dichtem Raum an der Volme und an den Wiesen des südlichen Parkteils am Hang errichtet werden. Die Planer haben in ihren Zeichnungen Skatemöglichkeiten, einen Spielgarten und Spielpfad eingezeichnet.

Erleben: Eine breite Varianz an verschiedenen und gegensätzlichen Orten und Räumen sollen einen erlebnisreichen Park schaffen. Unter anderem ist ein Kletterturm, eine BMX-Station und eine Slackline vorgesehen.

Entdecken: Bienenstöcke, Obsthain, Hängematten, Büchercafé, Wiesenpfad – das sind Schlagworte, die sich hinter dem Begriff „Entdecken“ verbergen. Die Berliner Planer meinen, dass eine Bespielung des Parks durch Initiativen und saisonale Nutzungen das Parkbild bereichern könnten.

Entwickeln: Synergien mit dem städtebaulichen Umfeld des Parks sollen geschaffen werden: Die Park-Werkstatt sowie das Park-Haus sollen die Grundlage für gestärkte Aktivität und Identität im öffentlichen Raum bilden. Denkbar seien unter anderem Workshops, Kunst und ein Bürgergarten.

Die Jury hob hervor, dass die Wegeführung schlüssig und eine gute Orientierung im Park zu erwarten sei. Kleine Besonderheiten am Wegesrand, wie beispielsweise Aufenthaltsmöglichkeiten, seien passend platziert.

Das Preisgericht bewertet den Vorschlag, die Volmetribüne mit einer vorgelagerten Platzsituation zu kombinieren, positiv. „Schön sind auch die dadurch möglichen Sichtbeziehungen zur anderen Seite der Volme und das dort angeordnete Aktionsband“, heißt es in der Begründung der Jury.

Vorschlag: Park bis zur Kölner Straße ziehen

Trotz des Lobes für den Plan gab es auch Debatten. „Wir haben heiß diskutiert“, sagt Rainer Schürmann, die Qualität aller elf Arbeiten, die in der Endauswahl standen, sei sehr gut gewesen. So schied in der ersten Runde kein einziger Vorschlag aus. In der zweiten Runde legte die Jury dann die drei Favoriten fest.

Neben dem Siegerentwurf war noch ein Vorschlag des Büros Kraftraum (Landschaftsarchitekt René Rhemes) aus Krefeld sowie POLA Jörg Michel, Landschaftsarchitekt Berlin mit Spreen Architekten München im Rennen – diese belegten den zweiten und dritten Platz.

Den Vorschlag des Gewinners, den Park langfristig bis zur Kölner Straße reichen zu lassen, dort zukünftig auf Bebauung zu verzichten und somit den Park im Stadtbild präsenter zu machen, wertete die Jury „als eine sehr gute, weiter zu verfolgende Idee“.

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