Volme fließt in einem Monat durch ihr neues Bett

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Der künftige Verlauf der Volme durch den Freizeitpark ist bereits klar zu erkennen. In den nächsten Wochen stehen noch einige Gestaltungs- und Schotterarbeiten sowie Arbeiten an der Böschung an.

Kierspe - Noch gehört das neue Flussbett der Volme im entstehenden Freizeitpark an der B 54 den Bauarbeitern mit ihrem schweren Gerät. Schon in einem Monat werden diese aber dort verschwunden sein und das Wasser soll durch den dann fertig modellierten neuen Flussabschnitt fließen.

„Das wird ein echter Meilenstein bei der Erschaffung des Volme-Freizeitparks. Spätestens dann wird für jeden deutlich werden, was hier in den vergangenen Monaten passiert ist“, sagt Fabio Saladdino von der Ingenieurgesellschaft Mull und Partner, der als zuständiger Bauleiter die Arbeiten rund um das Großprojekt koordiniert.

3000 Kubikmeter Erde bewegt

Zuletzt waren die Arbeiter der Firma Bauer Umwelttechnik aus Schrobenhausen tagtäglich damit beschäftigt das neue Flussbett auszukoffern und die Böschung zu modellieren. „Alleine dafür wurden gut 3000 Kubikmeter Erde bewegt. Wenn man jetzt im oberen Teil des Volme-Freizeitparks steht und auf den künftigen Flussverlauf blickt, werden die Dimensionen allmählich deutlich“, sagt Saladdino.

Arbeiten stockten durch den Regen zuletzt etwas

„Wir planen, die Volme ab Ende September durch ihr neues Bett fließen zu lassen“, sagt Karsten Seil, Sachgebietsleiter Tiefbau der Stadt Kierspe, obwohl die Arbeiten im August hin und wieder etwas gestockt hätten. „Da hatten wir einige Tage mit richtig schlechtem Wetter. Nach den starken Regenfällen waren die Flächen mit den Maschinen nicht befahrbar. Aber die Wartezeiten haben wir einkalkuliert, wir sind weiterhin ordentlich im Zeitplan“, so Seil.

Schotter wird erneut verwendet

An dieser Stelle soll der Fluss von seinem bisherigen Verlauf in das neue Bett umgeleitet werden.

Die nächsten rund zwei Wochen werden die Arbeiter laut Seil benötigen, um die abschließenden Böschungs- und Auskofferungsarbeiten am künftigen Flussverlauf vorzunehmen sowie kleinere Nachmodellierungsarbeiten am ansonsten fertigen Landschaftsbauwerk zu unternehmen. „Anschließend werden wir versuchen, möglichst viel Schotter und einige Findlinge aus dem bisherigen Flussbett auszubaggern und im künftigen wieder einzubauen. Auch Totholz werden wir zur Gestaltung des Flussverlaufes verwenden“, erklärt Saladdino.

Elektrobefischung vor Trockenlegung

Bevor das Wasser umgeleitet werden kann, wird es noch eine sogenannte Elektrobefischung des anschließend trocken zu legenden Volmeabschnitts geben. „Wir wollen sicherstellen, dass sich darin möglichst keine Lebewesen mehr befinden“, erläutert Seil. In das neue Bett umgeleitet werden soll der Fluss etwa in Höhe der Hugo Ackermann GmbH.

Kanal im bisherigen Flussbett

Das Landschaftsbauwerk ist bis auf kleinere Korrekturarbeiten mittlerweile fertiggestellt. Vom höchsten Punkt ist fast der komplette neue Volme-Abschnitt zu überblicken.

In dem Bereich, der künftig kein Wasser mehr führen wird, soll auf einer Länge von etwa 150 Metern ein Kanal eingezogen werden, um den Niederschlag von der Bundesstraße 54 und einigen angrenzenden Gebäuden, die bislang in die Volme entwässern, abzuführen. „Danach wird das Flussbett verfüllt und darauf werden zum Teil die Parkplätze für den Volme-Freizeitpark entstehen“, erklärt Saladdino.

Neue Zufahrt wird angelegt

Zum Abschluss des ersten Bauabschnitts, der bis Ende Oktober fertiggestellt sein soll, wird eine neue Zufahrt angelegt. Diese soll fast genau in Höhe des Raiffeisenmarktes entstehen und sowohl von Kunden des Marktes als auch Besuchern des Freizeitparks genutzt werden.

Arbeiten im Volme-Freizeitpark

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