Lichtzeichen und Halbschranken

Breitere Straße an Bahnübergang

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Der Bahnübergang bei Haus Rhade erhält eine neue Lichtzeichenanlage und Halbschranken. Zudem wird die funktionslose Brücke direkt hinter dem Ortsschild Haus Rhade verbreitert – die Bauarbeiten beginnen am 3. August.

Kierspe - Eine der letzten Maßnahmen, die im Zuge der Reaktivierung der Volmetalbahn durchgeführt werden müssen, ist die Sicherung des Bahnübergangs bei Haus Rhade.

Rund 600 000 Euro werden nach Auskunft eines Pressesprechers der Deutschen Bahn AG investiert, um den Bahnübergang zwischen der Bundesstraße 54 und Haus Rhade zu erneuern sowie eine Durchlassverbreiterung zu bauen – und damit eine ausreichende Aufstellfläche zu erreichen. Denn die Breite der Gemeindestraße zwischen den B 54 und der Landesstraße 529 liege zwischen 3,5 und vier Metern und im Bereich des Bahnübergangs – der derzeit durch Andreaskreuze und eine Lichtzeichenanlage gesichert ist – bei vier Metern.

Um eine nutzbare Straßenbreite von sechs Metern zu erhalten, wird die Brücke, die längst ihre Funktion als Überführung über den Volme-Bach verloren hat und sich heute nur noch über die sogenannte Flutwiese spannt, verbreitert. Denn wenige Meter weiter gibt es schon lange eine neue Brücke über die Volme. Wie der Bahnpressesprecher erklärt, werde die 4,3 Meter lange und insgesamt 5,61 Meter breite Natursteinbrücke – mit einer lichten Höhe von 1,67 Meter – durch einen „flach gegründeten Stahlbetonhalbrahmen in Ortbetonbauweise“ verbreitert.

Derzeit ist die Durchfahrt für Fahrzeuge und Gespanne, die zehn Meter und länger sind, gesperrt. Zudem gilt Tempo 20 über die Brücken und den Bahnübergang.

Der Bahnübergang selbst erhält nicht nur eine neue Lichtzeichenanlage, sondern auch Halbschranken. Dazu seien sowohl Tiefbauarbeiten als auch die Aufstellung eines Schalthauses und natürlich der Lichtzeichen sowie Signale erforderlich. Die Arbeiten am Bahnübergang Haus Rhade und der Brücke werden in der Zeit vom 3. August bis 30. Oktober dieses Jahres durchgeführt – und dies unter „rollendem Rad“, das heißt, es gibt keine Vollsperrung der Bahnstrecke, auf der die Züge der RB25 zwischen Kierspe und Lüdenscheid fahren.

Dies beinhaltet gleichzeitig, dass in den nächtlichen natürlichen Zugpausen gearbeitet werden kann und teils wohl auch wird. Eine Vollsperrung gibt es aber doch, und zwar die der Gemeindestraße. Weder Haus Rhade noch die anderen Ortschaften, die an dieser Verbindung zwischen der Landes- und der Bundesstraße liegen, können im genannten Zeitraum von der B 54 (Rhader Mühle) aus erreicht werden. Dies ist in den drei Monaten dann nur von der L 528 aus möglich.

Verbot für zehn Meter lange Fahrzeuge

Weil ein Begegnungsverkehr von größeren Fahrzeugen wie Lastwagen oder landwirtschaftlichen Maschinen auf der schmalen Gemeindestraße zwischen der B 54 und Haus Rhade – insbesondere direkt am Bahnübergang – kaum möglich ist, gibt es nicht nur ein Durchverfahrtsverbot für LKW ab 3,5 Tonnen. Auch Fahrzeuge sowie Gespanne, die zehn Meter oder länger sind, dürfen nicht auf der Straße fahren. Dieses Verbot könnte nach der Verbreiterung und dem Neubau der Sicherungsanlage für den Bahnübergang wieder aufgehoben werden.

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