Volkstrauertag weckt Hoffnung auf Versöhnung

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Ortsbürgermeister Holger Scheel hielt die Gedenkrede zum Volkstrauertag in Rönsahl.

Rönsahl - Die Gedanken zum Volkstrauertag, die sich Ortsbürgermeister Holger Scheel in seiner Rede zu Ehren der Kriegstoten der Völker am Ehrenmal in Rönsahl machte, standen unter dem Eindruck des unfassbaren Geschehens in Paris.

Das durch international tätige Terroristen verursachte Blutbad in Frankreich rief bei allen Demokraten Entsetzen und Fassungslosigkeit gleichermaßen hervor. Dies umso mehr, als aus einstmals in unselige Kriege verwickelte und sich feindlich gegenüberstehenden Völkern unter dem Dach der angestrebten Einheit in Europa längst Freunde geworden seien, so Holger Scheel. Das Umgehen mit den Signalen, die von diesem terroristischen Akt in Paris ausgesandt wurden, kennzeichne auch den Volkstrauertag.

Der Eindruck, dass der Charakter des Volkstrauertags – zumal aus Sicht der Jüngeren, die die Schrecken des Krieges nicht im eigenen familiären Umfeld erfahren mussten – mittlerweile ein wenig aus der Zeit gefallen scheine, werde nahezu täglich widerlegt, merkte der Redner an. Holger Scheel hielt seinen Zuhörern vor Augen, dass auch Deutschland beileibe keine Insel der Glückseligen sei. Die Sicherung von Frieden und Freiheit, des partnerschaftlichen Miteinanders, sei nicht nur in Frankreich, sondern auch in anderen westlichen Ländern nicht zuletzt vor dem Hintergrund solcher terroristischer Anschläge ein Anliegen, dem sich alle Demokraten in hohem Maße verpflichtet wissen müssten.

Gerade in Zeiten wie diesen und den besonderen Herausforderungen, denen sich die Völkergemeinschaft in Europa und speziell auch in Deutschland durch den unvermindert anhaltenden Zustrom von Flüchtlingen zu stellen haben, so der Ortsbürgermeister in seiner Rede, seien gelebte Demokratie, Hilfsbereitschaft und ein klares Nein in Richtung der Feinde der demokratischen Grundordnung wichtige Voraussetzungen für aktive Friedenssicherung. „Auch das, was von vielen ehrenamtlichen Helfern diesbezüglich in vorbildlicher Weise in unserer Stadt geleistet wird, gibt an einem Tag wie diesem Anlass, von Herzen dankbar zu sein. Unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung, und auch das gilt als eine Botschaft, die vom Volkstrauertag ausgehen will“, betonte Holger Scheel zum Ausklang der Feierstunde.

Diese wurde von Beiträgen des Bläserchores, Gedichtvortrag, Kranzniederlegung und einem gemeinsamen Gebet umrahmt.

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