Intensive Vorbereitung der VHS auf Neustart

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Die Direktorin der Volkshoschule Volmetal, Marion Görnig.

Volmetal – „Wir arbeiten schon intensiv daran“, verdeutlicht VHS-Leiterin Marion Görnig, dass für sie und ihr Team die Mitteilung, die Volkshochschule wieder öffnen zu können, nicht überraschend kam.

Denn schon am 1. Mai hatte die Landesregierung mitgeteilt, dass Volkshochschulen ab dem 4. Mai wieder öffnen dürften. Das sei jedoch in der Kürze der Zeit gar nicht möglich gewesen. Gleichwohl hatte sich Görnig am Sonntag bereits mit ihren Mitarbeitern darauf verständigt, die Wiederaufnahme des Kursbetriebs intensiv zu planen und dabei stets die Hygiene- und Abstandsregeln zu berücksichtigen. Dabei steht die Regel, fünf Quadratmeter pro Teilnehmer an oberster Stelle. Dies bedeutet, wenn in einem 50 Quadratmeter großen Raum bislang ein Kurs mit zehn Teilnehmern gelaufen ist, kann er ab dem 11. Mai fortgesetzt werden. Bei elf oder mehr Teilnehmern muss er leider gestrichen werden, sofern es keine Alternativ-Räume gibt. „Denn wir fangen nicht an auszuwählen“, stellt Marion Görnig klar. Dies hat natürlich zur Folge, dass jeder Kurs und sein Veranstaltungsort einzeln betrachtet werden müssen und letztlich zu entscheiden ist, ob er ab Montag weiterlaufen kann oder nicht. Wobei zumeist die Abstandsregeln das Entscheidungskriterium darstellen. Desinfektionsmittel und Waschmöglichkeiten bereitzustellen, sei nicht das Problem.

Sport- und Bewegungskurse müssen durch Coronavirus ausfallen

 Auf jeden Fall komplett gestrichen werden müssen sämtliche Sport- und Bewegungskurse, weil die Abstandsregeln aufgrund „unheimlich vieler Teilnehmer“ nicht eingehalten werden können. „Das haben wir blutenden Herzens gemacht“, verdeutlicht die VHS-Leiterin, dass ihnen das schwergefallen ist. Die Teilnehmer sind darüber bereits informiert. Einzelveranstaltungen finden ebenfalls nicht mehr in diesem Semester statt. Das hat aber den Grund, weil keine mehr im Programm stehen – die, die zu Beginn des Semesters auf dem Plan standen, wurden abgesagt. Da ebenfalls noch nicht endgültig geklärt ist, ob das Schulbetretungsverbot aufgehoben ist, ist auch die Fortsetzung der VHS-Kurse fraglich, die in der Gesamtschule Kierspe, im Schulzentrum Rothenstein in Meinerzhagen und in der Primusschule in Schalksmühle stattfinden. Teilweise Alternativen hat oder sucht die VHS: In Kierspe können einige Kurse in die VHS-Geschäftsstelle umziehen. In Schalksmühle prüft man, ob die Räume der Musikschule genutzt werden können. Klar scheint aber zu sein, dass in Herscheid und in Halver eine Vielzahl der Sprach-, PC- und Kreativkurse fortgeführt werden können. Dies sei natürlich mit den Kommunen – die ja die Veranstaltungsräume stellen – abgestimmt. In der Kiersper VHS-Geschäftsstelle sind es Sprachkurse und zum Beispiel das philosophische Café sowie die Geschichtenschmiede, die eine Fortsetzung erfahren, weil die Teilnehmerzahlen nicht so hoch sind. In Meinerzhagen können Kurse im Vereinsraum der Stadthalle wieder starten – lediglich in Schalksmühle ist noch offen, ob dort etwas weiterlaufen kann. Im Übrigen gelten für alle Räume dann eine andere Bestuhlung, stetige Desinfektion, aber keine Maskenpflicht während des Unterrichts. Das sei gerade bei Sprachkursen kontraproduktiv. Allerdings auf den Zuwegen zu den Räumen, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann, sollten/müssen die Teilnehmer eine Maske tragen. Im Übrigen sind die E-Mails und Briefe an die Teilnehmer jetzt herausgegangen, dass es ab Montag weitergeht. Ob noch ein paar Kurse (in den Schulen) dazu kommen können, hänge jetzt von den Entscheidungen der Kommunen ab, erklärt Marion Görnig.

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