Ortsheimatpfleger beleuchtet die Geschichte des Geldes 

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In einem Vortrag im Rahmen der „Werkstatt Geschichte“ ging Ortsheimatpfleger Ulrich Finke detailliert auf die Geschichte des Geldes im heimischen Raum ein.

Kierspe - Im Rahmen der gemeinsam unter dem Dach von Volkshochschule Volmetal und Heimatverein Kierspe laufenden Veranstaltungsreihe „Werkstatt Geschichte“ fand in dieser Woche ein weiterer Vortragsabend statt.

Diesmal hatte Ortsheimatpfleger Ulrich Finke die Gestaltung des Abends übernommen. Dabei ging es inhaltlich in einem reich bebilderten und mit vielen sachlichen Informationen unterlegten Vortrag schwerpunktmäßig um den Wandel des Geldes in den vergangenen 800 Jahren, so wie sich der in der heimischen Region vollzogen hat und anhand beispielsweise von Münzfunden, historischen Geldscheinen, Dokumentationen und entsprechenden Sachinformationen in anschaulicher Weise darstellen ließ.´

Wie Finke anklingen ließ, sollte dieser Vortrag der Vertiefung von Eindrücken dienen, so wie sie bei einer bereits im April und im Sommer dieses Jahres in der Hauptstelle der Sparkasse in Kierspe anlässlich eines Rückblicks auf „150 Jahre Sparkasse Kierspe“, stattgefundenen Ausstellung, die in Bälde auch in Rönsahl gezeigt werden soll, zum Tragen kamen. Weit gespannt war der Bogen, der die Geschichte des Geldes im Märkischen Kreis umriss und dabei insbesondere auch auf den im Laufe der Zeit immer bedeutsamer werdenden Einfluss von „klingender Münze“ in der jeweils angesagten und vornehmlich zunächst von den jeweiligen Landesherren bestimmten Währung zu sprechen kam.

Interessiert folgten die Zuhörer dem Vortrag von Ortsheimatpfleger Ulrich Finke.

Die älteste erhaltene Münze war ein unter der Regentschaft von Graf Engelbert von Berg I (1249 bis 1277) geprägter Silberpfennig. Der Reiggen umfasste auch die in späteren Jahren hier geläufigen Münzen wie Dinar, Obol, Quadrans, Silberpfennige und Groschen, Stüber und Thaler unterschiedlichen Wertes, so wie sie in den auch im Märkischen Kreis unter herrschaftlichem Recht bestehenden Prägestationen entstanden waren und ließ auch die wechselnden politischen Landschaften und deren Einfluss auf das Geschehen im hiesigen Raum im Laufe mancher Jahrhunderte nicht außen vor.

Vieles aus noch gar nicht allzu lange zurückliegender Zeit, beispielsweise die im Gefolge der Weltkriege zu verkraftenden Inflationen mit Notgeld und weiteren negativen Begleiterscheinungen kamen ebenso zur Sprache wie der im Jahre 2002 vollzogene Wechsel von nationalen Währungen zum Euro. Bereits zuvor war zur Sprache gekommen, dass die preußische Gesetzgebung gegen Mitte des 19. Jahrhunderts die schrittweise Gründung von Sparkassen zugelassen hatte und damit ein entscheidender Meilenstein in der Geschichte des Geldes und dessen nun rapide wachsender Bedeutung in Wirtschaft und öffentlichem Geschehen gelegt worden war.

In angemessener Weise ging es im zweiten Teil des Vortrags somit um die wichtige Bedeutung der im Jahr 1869 gegründeten Sparkasse in Kierspe und deren große Bedeutung für die Bevölkerung und die heimische Wirtschaft, so wie das anhand verschiedener Bilddokumentationen abschließend in anschaulicher Weise dargestellt wurde.

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