Volksbanken gemeinsam Marktführer in der Region

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Die Volksbankdirektoren aus Kierspe und Meinerzhagen, Stephan Böhse, Roland Krebs und Stephan Baldschun, informieren über eine aktuelle Analyse, die zeigt, dass beide Volksbanken in der Region marktführend bei den Ausschüttungen sind. ▪

KIERSPE/MEINERZHAGEN ▪ Die Volksbank Kierspe und die Volksbank im Märkischen Kreis, in die jetzt schon im zweiten Geschäftsjahr die Volksbank Meinerzhagen aufgegangen ist, decken gemeinsam die beiden Volmestädte ab – und das, wie die Vorstände Stephan Böhse, Stephan Baldschun und Roland Krebs feststellen, überaus erfolgreich. Im Jahr der Genossenschaften haben sie das Marktgebiet einmal genauer analysiert und dabei festgestellt, dass sie gegenüber dem Mitbewerber sogar die führende Rolle einnehmen. „Wir haben etwa so getan, als wenn wir in Meinerzhagen eigenständig geblieben wären“, erläutert Roland Krebs.

Entscheidend sei doch in erster Linie der Nutzen, der für die Region erwirtschaftet wird“, führt er weiter aus und informiert dann, dass die Sparkasse da weit abgeschlagen von den Volksbanken sei. Verglichen werden die vergangenen zehn Jahre von 2002 bis 2011, in denen die beiden Volksbanken aus den Gewinnen insgesamt knapp sechs Millionen Euro in diesem Raum ausgeschüttet haben. Einbezogen sind das eigentlich Sponsoring für Vereine, Schulen und Kindergärten in den Bereichen Sport, Soziales und Kultur sowie natürlich auch die Dividende, die den Mitglieder der Genossenschaftsbanken im heimischen Raum gezahlt wird.

„Kein Wettbewerber kommt annähernd an diese außergewöhnlich hohe Summe heran“, stellen die drei Vorstände nicht ohne Stolz fest. Die Sparkasse sei im gleichen Zeitraum nur auf 1,2 Millionen Euro an Ausschüttungen gekommen. „Beim eigentlichen Sponsoring erreichen wir dementsprechend allerdings nur etwa zwei Drittel des Mitbewerbers“, schränkte Krebs ein.

Er, Böhse und Baldschun betonen, dass neben dem eigentlichen Sponsoring auch die Eigentümer der Bank durch überdurchschnittliche Dividendenzahlungen von den Jahresüberschüssen der Kreditgenossenschaften profitieren. Während die Volksbank Kierspe seit Jahren 6,5 Dividende zahlt, sind es bei der Volksbank im Märkischen Kreis auch immerhin 4 Prozent. Die kommunalen Träger der Sparkassen, also die Städte, werden zum Teil deutlich schlechter gestellt oder gar nicht mit Gewinnausschüttungen bedacht. Die Städte verzichten seit Jahren darauf zugunsten der heimischen Vereine, Schulen und Kindergärten.

Ausnahmen bilden bekanntlich allerdings heute längst Kommunen, wie Lüdenscheid, Halver und Schalksmühle, die die Erträge der Sparkassen zur Sanierung ihrer Haushalte nutzen. „Als Rat der Stadt würde ich ebenfalls einen Teil der Ausschüttungen nehmen angesichts der angespannten Haushaltslage beider Kommunen“, betont Krebs.

Betrachtet wurde außerdem von den beiden Volksbanken das insgesamt betreute Kundenvolumen im Marktbereich Kierspe und Meinerzhagen, was bei 900 Millionen Euro liegt, Kredite und Einlagen zusammengerechnet inklusive des Verbundgeschäftes. In der Finanzgruppe der Volks- und Raiffeisenbanken stieg das Geschäftsvolumen 2010 sogar auf den astronomischen Wert von 1,272 Billionen Euro, wie Böhse und Baldschun zur Verdeutlichung, wie stark der genossenschaftliche Verbund ist, ergänzend deutlich machen.

„Wir glauben angesichts der ermittelten Zahlen, dass wir beim Kundenvolumen Marktführer sind und bei den Gewinnausschüttungen sind wir da sogar ganz sicher“, lautet das Fazit der drei Volksbankdirektoren.

Bei der Auflistung, was die beiden Volksbanken für die Region leisten, sei zudem keinesfalls das Steueraufkommen zu vergessen, ergänzen Böhse und Baldschun: 2011 seien in Kierspe 520 000 Euro, sämtliche Steuern eingerechnet, gezahlt worden, allein 250 000 Euro als Gewerbesteuer an die Stadt Kierspe.

„Im Bereich Meinerzhagen wurden insgesamt an Steuern 1,1 Millionen Euro gezahlt, zusammen mit Kierspe sind das also 1,62 Millionen Euro“, die Marketingleiterin der Volksbank Märkischer Kreis, Lavina Heße, ist der Ansicht, dass diese Steuerleistung sich sehen lassen kann. „Allein bei der Gewerbesteuer gehören wir in Kierspe zu den stärksten Steuerzahlern“, unterstreichen Böhse und Baldschun selbstbewusst.

Rolf Haase

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