Lohnende Investition in Ausbildung

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Volksbankvorstand Stephan Böhse informiert über das starke Engagement des genossenschaftlichen Instituts im Bereich Ausbildung, wovon dieses selbst profitiert. Denn so sichert es sich qualifizierten Nachwuchs. Auf dem Bild (von links nach rechts): Stephan Böhse, David Schröck, Darinka Ludwig, Jennifer Frankowski, Arbana Dervishi, Christina Peters, Katharina Hettesheimer und Robin Koch. ▪

KIERSPE ▪ Überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft zeigte Robin Koch während der vergangenen Jahre bei der Volksbank Kierspe, was auch von ihm erwartet wurde. Dafür hat diese ihm den dualen Bachelor ermöglicht. Zu dem berufsbegleitenden Studium an der genossenschaftlichen Akademie in Montabaur, der ADG Business School, gehörte parallel noch die Ausbildung zum Bankkaufmann. Er erwarb so zwei Abschlüsse in einem.

Nach acht Stunden Arbeit in der Bank war abends immer noch Pauken für den heute 23-Jährigen, der an der Gesamtschule sein Abitur gemacht hat, angesagt. Inzwischen hat er die auf knapp zwei Jahre verkürzte Lehre erfolgreich absolviert. „Ich habe in dieser Zeit Freizeit aus meinem Wortschatz gestrichen“, berichtet er lächelnd. Am härtesten war die Zeit seiner Bankkaufmannabschlussprüfung, denn zwei Wochen vorher hatte er im Rahmen des Studiums noch zwei Klausuren zu schreiben, erinnert er sich.

Die Volksbank setzt auf hochqualifizierte Mitarbeiter und muss das in der heutigen Zeit auch, wie Vorstand Stephan Böhse sagt. Wichtig sei immer mehr, dass die Mitarbeiter in Führungspositionen im Haus ein umfangreiches theoretisches Wissen mitbringen. In Zeiten von Stresstests, Basel 3 und jedes Jahr immer neuen Gesetzen und Vorschriften müssten die Volksbankmitarbeiter zunehmend akademische Fragen lösen, wofür eine Hochschulausbildung erforderlich sei, so Böhse weiter. Er erklärt: „Wir haben nur zwei Möglichkeiten: Entweder kaufen wir uns Mitarbeiter von außen ein oder ziehen uns eigene heran. “

Ebenfalls die Kundenberatung sei inzwischen IT-lastiger geworden, doch am stärksten wirkten sich die modernen Herausforderungen im Backoffice-Bereich aus bis dahin, dass sich die Prüfer von der Bankenaufsicht, wenn sie ins Haus kommen, qualifiziert unterhalten wollten.

Der anerkannte Universitätsabschluss Bachelor of Arts Management und Finance ist in etwa gleichzusetzen mit einem BWL-Abschluss mit dem Schwerpunkt Finanzwesen, wie Robin Koch aufmerksam macht. Schneller geht es nicht, sich für eine Führungsaufgabe im Bankgeschäft anzubieten. Die Volksbank diese besondere duale Ausbildung mitgetragen, wobei Koch durch den Bankkaufmann auch gerade mal nur an 35 Tagen abwesend war und durch das Studium in den drei Jahren an 50 Tagen, was extrem wenig ist.

Auch Christina Peters aus Meinerzhagen macht ein berufsbegleitendes Studium bei der Volksbank. Die 22-jährige Gymnasiastin macht die Lehre zur Bankkauffrau im dritten Jahr und studiert dann nach dem Dienst am Freitag und am Samstag an der TOM Siegen, der Fachhochschule für Ökonomie und Management.

Insgesamt, sei der Bereich Ausbildung für eine kleinere genossenschaftliche Bank, die sich auf dem Markt erfolgreich behauptet, heute immer wichtiger geworden, führt Stephan Böhse aus. So verschaffe sie sich ihren eigenen Nachwuchs. Daher gibt es bei insgesamt rund 38 Mitarbeitern mit aktuell sechs jungen Leuten eine sehr hohe Anzahl Auszubildender.

Und diese haben die Chance, später übernommen zu werden, wenn sie sich bewähren. „Vielleicht können wir nicht alle anstellen. Jedoch wachsen wir weiter und wollen das auch. Viel hängt von der weiteren Wirtschaftsentwicklung ab“, schränkt Böhse etwas ein. Im ersten Lehrjahr sind Jennifer Frankowski (21) und Arbana Dervishi (18), beide aus Kierspe, im zweiten David Schröck (21) und Darinka Ludwig (21), die aus Meinerzhagen kommen, und im dritten neben Christina Peters noch Katharina Hettesheimer (19) ebenfalls aus Kierspe. Einige haben das Abi oder Fachabi, andere die Fachoberschulreife.

Rolf Haase

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