Volksbank schüttet 6,5 Prozent Dividende aus

+
Vorstand und Aufsichtsrat der Kiersper Volksbank schauen zufrieden auf das vergangene Jahr zurück. ▪

KIERSPE ▪ Trotz schlechter Stimmung in Industrie und Handel, wo man unter schlechter Auftragslage und der schlechten Zahlungsmoral der Kunden zu leiden hatte, gelang es der Kiersper Volksbank im vergangenen Jahr beim Einlagengeschäft deutlich zuzulegen. Waren es 2008 noch 78,8 Millionen Euro, waren es ein Jahr später 86,1 Millionen Euro. Zahlen, die Stephan Baldschun im Rahmen der Vertreterversammlung am Donnerstagabend nannte.

In diesen Summen drückte sich nach Einschätzung der Bankfachleute das Vertrauen in die Volksbank aus, dass auch in verschiedenen Studien festgestellt worden sei. Bei den Einlagen inklusive des Verbundgeschäftes (Bausparguthaben, Kundenwertpapieranlagen und Rückkaufwerte von Lebensversicherungen) stieg die Summe sogar auf 117,3 Millionen Euro (2009 waren es 111,7 Millionen).

Etwas zurückhaltender waren die Kunden im Kreditbereich. Aber auch da konnte eine leichte Steigerung von 95,2 Millionen auf 95,7 Millionen Euro innerhalb eines Jahres erzielt werden, wenn das Verbundgeschäft hinzugerechnet wird.

Die Volksbank schloss nach den Aussagen von Baldschun das Geschäftsjahr 2009 mit zehn Millionen Euro Eigenkapital ab, ein Jahr zuvor waren es noch 9,3 Millionen, darin enthalten waren 1,7 Millionen Euro Geschäftsguthaben und 8,3 Millionen Euro Rücklagen (im Vorjahr 7,6 Millionen). Damit weist das Geschäftsjahr eine Bilanzsumme von 109,1 Millionen Euro aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 101,1 Millionen. Aufgeschlüsselt wurde 2009 ein Zinsüberschuss von 3,09 Millionen Euro erwirtschaftet. An Provisionen zahlte die Bank 0,81 Millionen Euro und brachte an Verwaltungskosten 2,77 Millionen Euro auf. Baldschun: „Anders ausgedrückt geben wir 70,5 Cent aus, um einen Euro zu erlösen. Wir wollen dies aber noch deutlich verbessern.“

Für die Mitglieder der Genossenschaft, immerhin in Kierspe 4114, bedeutete dieses Ergebnis, dass sie über die Verwendung eines Überschusses von 822 000 Euro entscheiden konnten. Von dieser Summe gehen 152 000 Euro in die gesetzliche Rücklage, 560 000 Euro in andere Rücklagen und 110 000 Euro werden an die Mitglieder ausgeschüttet, das entspricht einer Dividende von 6,5 Prozent.

Baldschun nutzte seinen Vortrag auch, um auf die Bedeutung der Volksbank für die Stadt hinzuweisen, an die man in den vergangenen fünf Jahren 850 000 Euro Gewerbesteuer ausgezahlt habe. „Wir stehen auch in Zukunft zur Eigenständigkeit der Volksbank Kierspe“, so Baldschun abschließend.

Ein Bekenntnis, das der Aufsichtsratsvorsitzende Volkmar Benninghaus noch einmal unterstrich: „Wir haben durch die Fusionen in den Nachbarstädten gewonnen. Es ist eben ein Unterschied, ob die Mitarbeiter das Umfeld kennen, in dem sie Geschäfte machen oder ob die Entscheidungen in einer Zentrale getroffen werden, die weit von den Kunden entfernt liegt.“

Benninghaus verwies in diesem Zusammenhang auf die höheren Kosten, die bei einer kleineren Bank entstünden, vor allem durch Zweigstellen und Geldautomaten. Er sah in dieser Präsenz aber auch einen Standortvorteil.

Am Ende der Versammlung standen noch Neuwahlen zum Aufsichtsrat der Bank an. Dabei wurden der Unternehmer Herbert Schulte und der Optiker-Meister Harald Klingelhöfer in ihren Ämtern bestätigt. ▪ Johannes Becker

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare