Mit dem Arbeitskreis Heimatkunde auf Entdeckungsreise

Virtuelle Tour durch Rönsahl

Dieses heute noch existente alte und noch vor 1900 entstandene Gebäude war die Keimzelle der „Colonialwarenhandlung von Wilhelm Heuckelbach“ an der Hauptstraße in Rönsahl, dem Vorläufer des seit mehreren Generationen bestehenden Lebensmittelladens der Familie Crone.
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Dieses heute noch existente alte und noch vor 1900 entstandene Gebäude war die Keimzelle der „Colonialwarenhandlung von Wilhelm Heuckelbach“ an der Hauptstraße in Rönsahl, dem Vorläufer des seit mehreren Generationen bestehenden Lebensmittelladens der Familie Crone.

Einen weiteren Abend auf den Spuren der noch gar nicht allzu weit zurückliegenden Vergangenheit unternahmen an dieser Woche rund 20 heimatkundlich interessierte Zeitgenossen auf Einladung des Arbeitskreises Heimatkunde im Brennereiverein Rönsahl. Das Treffen fand wie gewöhnlich in der Historischen Brennerei statt.

Rönsahl - Diesmal hatten Regina und Karl-Friedrich Marcus als Ideengeber und Initiatoren des Arbeitskreises, der sich in der Regel monatlich einmal in zwangloser Weise trifft, eine fiktive Ortswanderung anhand diverser alter Fotos und Filme aus dem Geschehen in und um Rönsahl vorbereitet, so wie sich das weitgehend in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts zugetragen haben mag.

Gern ließen sich die Besucher einladen zu einem Spaziergang in den mittlerweile bereits seit einigen Jahrzehnten nicht mehr bestehenden ehemaligen Märchenwald in Gogarten, der vor dem letzten Krieg und vor allem in der Nachkriegszeit und den Jahren des wirtschaftlichen Wiederaufbaus eine der Hauptattraktionen der gesamten Gegend war und bei großen wie kleinen Besuchern allerorts hoch im Kurs stand. Bis heute unvergessen sind die von „Märchenvater“ Hermann Schmitz gestalteten Märchenfiguren und seine nach den Erzählungen der Gebrüder Grimm liebevoll am Waldeshang zusammengestellten Märchengeschichten. Da gaben sich der Hase und der Igel, der Wolf und die sieben Geisslein, Schneewittchen und die sieben Zwerge, Rotkäppchen und wie sie alle hießen, die Ehre als bewegliche Figuren im Märchenspiel, begann nach einem Druck auf den Knopf eine Zwergeneisenbahn ihre Fahrt durchs Märchenland und vieles mehr. Später ergänzte ein Tierpark das märchenhafte Ambiente, derweil eine separat betriebene Gastwirtschaft für das Wohl der Besucher sorgte. Das blieb so bis etwa zu Beginn der 1980er-Jahre, als sowohl die Märchenfiguren als auch der Märchenwald dem Zahn der Zeit zum Opfer fielen und danach nur noch in der Erinnerung präsent blieben.

Gespannt folgten die Heimatfreunde einer fiktiven Wanderung durch das Dorf Rönsahl und seine Umgebung anhand von Bild- und Filmmaterial aus dem vorigen Jahrhundert.

Mittlerweile historische Fotos aus dem Ortsgeschehen im vorigen Jahrhundert erinnerten in der Folge beispielsweise an den Bau der Kerspe-Talsperre, nahmen die Gäste mit auf einen Spaziergang durchs idyllische Ölmühlental, luden ein zur Einkehr ins renommierte Café Haarhaus oder zu einem Besuch bei Apotheker Kalten oder seiner Nachfolgerin Else Schöder. Die alte Dorfschule an der Kirchstraße, deren heute ebenfalls nicht mehr existierende Nachfolgeschule Vor dem Isern, ein im Dokumentarfilm festgehaltener Ortsspaziergang mit Rönsahls früherem Ortsbürgermeister Horst Becker und vieles mehr rundeten einen rundum unterhaltsamen Abend schließlich ab.

Schon jetzt dürfen sich die Heimatfreunde auf den nächsten Abend in dieser Reihe freuen. Am 18. Oktober nämlich soll es an gleicher Stelle mit Ortsheimatpfleger Ulrich Finke um beim Bau der Kerspe-Talsperre versunkene Ortschaften und Gehöfte gehen.

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