Melken, schrauben und Eiskaffee servieren

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Im Eiscafé La Muh zeigte Denise Soldamli den Viertklässlern Evita und Fynn, wie sie den Gästen Eis oder Latte Macchiato servieren können.

Kierspe - Wie kommt es, dass die üppig wachsenden Blumen in der Grünpflanzenabteilung des Baumarktes nie die Köpfe hängen lassen? Wie geht’s zu in einer Tierarztpraxis? Und wie entsteht eigentlich das unglaublich cremige Stracciatella-Eis, dem in der Eisdiele kaum jemand wiederstehen kann? Fragen über Fragen, auf die es am Dienstag eine Antwort gab.

Von Petra Schüller

Ganz nach dem Motto „Nase reinstecken! Löcher in den Bauch fragen! Ausprobieren!“ schwärmten beim 13. Kiersper Stöbertag insgesamt 138 Viertklässler aller vier Kiersper Grundschulen aus, um Einblicke in die spannende Welt der Erwachsenen zu erhalten.

Der Stöbertag fand als gemeinsame Aktion der Stadt, der Jugendzentren und des Märkischen Kreises statt. Bevor der Startschuss für den Besuch der ersten Stöberstelle fiel, trafen sich alle im PZ der Gesamtschule. „Ihr seid doch wegen der Mathearbeit hergekommen, oder?“ flachste Christian Schwanke, Mitarbeiter des Jugendzentrums, bei der Begrüßung. Entsetztes Kopfschütteln in allen Stuhlreihen. „Dann seid ihr wohl wegen des Stöbertags hier“, konstatierte er schmunzelnd. Schwanke freute sich, dass bei der Aufteilung auf die Stöberstellen mindestens ein Wunsch jedes Kindes berücksichtigt werden konnte. Keine leichte Aufgabe – schließlich waren einige Teilnehmer, wie etwa die Tierarztpraxis, die Polizei oder das Eiscafé besonders beliebt, während andere Unternehmen nicht so oft gewählt wurden, da die Kinder nicht wussten, was sie dort erwarten würde. Starke Unterstützung erfuhren die Organisatoren nicht nur von den mehr als 70 Unternehmen, die sich bereit erklärten, den Kindern zwei Stunden lang Einblicke in ihre Arbeit zu geben. Auch den Schülern des Pädagogikkurses der Gesamtschule, die die Gruppen als Betreuer zu den Stöberstellen begleiteten, und den Mitarbeitern des Bauhofs und der Feuerwehr, die Fahrdienste anboten, galt der Dank der Organisatoren. Auch Bürgermeister Frank Emde und Manuela Behle, Koordinatorin der Jugendarbeit des Märkischen Kreises, begrüßten die Kinder, die sichtlich gespannt und ein wenig aufgeregt auf die Bekanntgabe der Gruppeneinteilung warteten. Am Vormittag stand der Besuch der ersten Stöberstelle auf dem Programm. Nach einer Pause mit warmem Essen und Spielen im PZ ging’s dann weiter zur zweiten Stelle. Nach einigen spannenden Stunden kamen die Kinder mit vielen neuen Eindrücken nach Hause und hatten einiges zu erzählen.

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