Stöbertag für Grundschüler

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Gespannt warteten die Kinder an der Bachstraße auf Raser. ▪

KIERSPE ▪ Polizist, Feuerwehrmann und Tierarzt stehen für viele Kinder ganz oben auf der Liste der Traumjobs. Die Schüler der vierten Klassen aller Kiersper Grundschulen hatten am Dienstag Gelegenheit, diese und viele andere Berufe kennenzulernen. In 88 Stöberstellen entdeckten die Mädchen und Jungen die Welt der Erwachsenen.

Welche Firmen und Einrichtungen die Kinder besuchen würden, blieb bis zuletzt geheim. Umso größer war die Aufregung, als Christian Schwanke vom Jugendzentrum morgens die Plätze verteilte. Gespannt wippten und hüpften die Grundschüler auf ihren Stühlen im PZ der Gesamtschule auf und ab. Meist hatten die Organisatoren aber genau die richtigen Stöberstellen zugeteilt, wie die strahlenden Gesichter zeigten.

Sieben Mädchen und Jungen durften am Vormittag mit der Polizei arbeiten. Von der Schule aus ging es direkt in den Außeneinsatz: Polizist Uwe Ackermann aus Kierspe und sein Kollege André Ohle von der Wache Meinerzhagen führten gemeinsam mit den Kindern eine Radarkontrolle durch. „Bisher haben wir noch keinen erwischt“, sagte David um 11 Uhr ein wenig enttäuscht. „Wir müssen mit dem Laser genau das Nummernschild treffen“, erklärt Tobias. Das ist gar nicht so einfach. Auch die Messergebnisse richtig abzulesen, müssen die Kinder erst einmal üben. „Der fährt 46 Stundenkilometer“, ruft ein Junge aufgeregt, als sich ein Auto nähert. „Nein, der ist 46 Meter entfernt“, verbessert André Ohle.

Melissa und Judith hatten am Stöbertag viel zu tun. Sie begleiteten Aldi-Mitarbeiterin Alina Dick und halfen bei allem, was vormittags im Supermarkt anfiel. „Wir haben schon Brötchen gebacken und neue Sachen ins Regal gestellt“, erzählten die Mädchen. „Später dürfen sie auch noch kassieren“, versprach Alina Dick. Ein stressiger Job, stellten die beiden Schülerinnen fest. „Vielleicht klappt das besser, wenn wir erwachsen sind“, glaubt Melissa.

Hinter der Kasse standen auch die Besucher der Aral-Tankstelle. „Wir durften Süßigkeiten verkaufen und kassieren, wenn Kunden getankt haben“, erzählte Johannes. Nebenan im Sportgeschäft Engstfeld halfen Sina, Joshua und Jorrit, den Laden für die Kunden vorzubereiten. Dazu gehörte auch, Bälle in eine riesige Kiste zu werfen. „Das hat am meisten Spaß gemacht“, strahlten die drei Schüler.

Die Besucher der Firma GWK brachten schon viel Vorwissen über den Betrieb mit. „Mein Vater arbeitet hier“, sagte ein Mädchen. „Und unsere Onkel auch“, ergänzten zwei Jungen. Trotzdem waren alle beeindruckt von den Maschinen, die GWK-Mitarbeiter Christoph Schneider und Martin Bremicker ihnen zeigten. „Wir begleiten den Werdegang eines Produktes“, erklärte Schneider. Vom Ausstanzen der Bleche bis zur Montage lernten die Mädchen und Jungen alle Abteilungen kennen.

Wie ein Einsatz der Feuerwehr abläuft, erfuhren die Besucher der Wache an der Wehestraße. „Die Feuerwehrleute sind gerade alle zuhause oder bei der Arbeit“, wussten Tobias und Leon. „Wenn es brennt, müssen sie da alles stehen und liegen lassen.“ Stadtbrandmeister Georg Würth zeigte den Kindern die Ausrüstung in den Einsatzfahrzeugen und schloss einen Feuerwehrschlauch an den Hydranten an. Am Ende halfen die Schüler, alles wieder wegzuräumen, „damit nichts herumliegt und im Einsatz nichts fehlt“, erklärte Leon.

Erwin Harms von der Bismarckschule und Roman Esau von der Pestalozzischule besuchten gemeinsam mit der MZ die Stöberstellen. Die beiden Stöbertag-Reporter versuchten sich als Fotografen und interviewten Mitschülern. „Es hat Spaß gemacht, die verschiedenen Orte zu besuchen“, sagt Roman. „Und es war spannend, die Interviews zu führen.“ ▪ cra

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