Vier Unfälle durch Glatteis und viele Verspätungen

+
In den Eierkurven war ein Transporter auf Eis gekommen, hatte sich gedreht und war umgestürzt. Der Fahrer blieb unverletzt und konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. ▪

KIERSPE ▪ Mit Glätte auf einer Hauptverkehrsstraße hatte der Fahrer eines Transporters nicht mehr gerechnet, als er am Donnerstag gegen 10 Uhr die B 237 in Richtung Halver befuhr.

Doch kurz vor der Ortschaft Vor der Brücke kam der Fahrer in den berüchtigten „Eierkurven“ in einer Linkskurve auf eine vereiste Fläche, rutschte quer über die Fahrbahn, krachte in eine Leitplanke und stürzte um.

Der unverletzte Fahrer konnte sich selbst aus dem auf der Seite liegenden Fahrzeug befreien. Bereits kurz darauf traf die Polizei ein, die die Sicherung der Unfallstelle übernahm.

Da der Transporter am äußersten Fahrbahnrand lag, hielten sich die Verkehrsbeeinträchtigungen auch in Grenzen. Nach rund zwei Stunden war dann ein Abschleppwagen zur Stelle, der das Fahrzeug aufrichtete und zur Werkstatt beförderte.

Bereits in den frühen Morgenstunden hatte es drei kleinere Unfälle auf Kiersper Stadtgebiet gegeben, die auf die Straßenglätte zurückzuführen waren.

Die Mitarbeiter des Bauhofs hatten bereits gegen 3.30 Uhr begonnen, die Straßen zu streuen, um das Blitzeis, das durch den Regen, der auf den tief gefrorenen Boden fiel, einzudämmen.

Doch die städtischen Fahrzeuge, die insgesamt rund sieben Stunden im Einsatz waren, konnten natürlich nicht überall zugleich sein, und so blieben manche Straßen noch bis kurz vor Mittag spiegelglatt.

Da traf es sich gut, dass die Gesamtschüler frei hatten, weil sich ihre Lehrer zur Zeugniskonferenz zusammengefunden hatten.

An den Grundschulen im Stadtgebiet waren zwar etliche Schüler zu spät oder gar nicht gekommen, aber grundsätzlich fand der Unterricht normal statt. Was sicher auch daran lag, dass die MVG ihren Busbetrieb fortsetze, wenn auch wohl mit Verspätungen von bis zu einer Stunde.

Ganz anders sah es beim Bürgerbus aus, der in erster Linie auf Nebenstrecken unterwegs ist. Nachdem klar war, dass die Stadtfahrt ausfallen wird, sagten die Fahrer auch die Kindergartenroute ab, weil es ihnen unmöglich erschien, einen Teil der vorgesehenen Haltepunkte anzusteuern.

Probleme gab es auch bei der Verteilung der Meinerzhagener Zeitung. Manche Straßen im Kiersper Stadtgebiet waren für die Austräger in den frühen Morgenstunden nicht erreichbar. Zum Teil konnten die Zeitungen dann erst gegen Mittag oder nach dem Ende der regulären Arbeitszeit der Boten verteilt werden.

Entwarnung gibt es beim Streusalz. Zum einen hatte die Stadt Kierspe deutlich größere Mengen – 800 statt der sonst üblichen 600 Tonnen eingekauft – zum anderen sind zwei Salzlieferungen, die im Dezember bestellt wurden, im Januar eingetroffen. „Wir gehen davon aus, dass wir mit dem Salz, das uns zur Verfügung steht, gut durch den Rest des Winters kommen, sicher auch deshalb, weil für die kommenden sieben bis zehn Tage milde Temperaturen gemeldet wurden“, so Bauhof-Vorarbeiter Bernd Crone. ▪ Johannes Becker

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare