Nur wenig Equipment und eine gute Akustik im Raum

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Den Abschluss des Konzertes gestalteten die vier Künstler Annette Gräfe, Wolfgang Schölzel, Michael Adolph und Gerd Großkreutz gemeinsam.

Kierspe - Die Akustik im Kreativzentrum an der Kölner Straße ist phantastisch. Schon bei den Proben vor dem Konzert von Annette Gräfe, Wolfgang Schölzel, Michael Adolph und Gerd Großkreutz zeigte sich dies – und das ohne Einsatz der Verstärker.

Von Gertrud Goldbach

Zu einem Folk- und Rockkonzert waren für Samstagnachmittag die Kiersper eingeladen. Gastgeber war Arne Machel, der mit seinem Foto-Projekt „arte casual - zufällige Kunst“ in die Räume des Kreativzentrums gekommen war. Die musikalischen Gäste waren Michael Adolph aus Meinerzhagen, Gerd Großkreutz aus Hemer sowie Annette Gräfe und Wolfgang Schölzel aus Kierspe, alle „ausgerüstet“ mit einer Akustikgitarre und ihrer mehr oder weniger erkältungsgeprüften Stimme. „Ich freue mich, dass mehr als 30 Gäste zu unserem Konzert gekommen sind“, gestand Annette Gräfe. „Ich hatte mit viel weniger gerechnet, in meinen schlimmsten Vorstellungen sogar nur mit fünf oder sechs.“ Doch es wurden schließlich so viele Besucher, dass sogar Stühle hinzugeholt werden mussten. Bevor die ersten Gitarrenklänge angestimmt wurden, begrüßte der Fotograf und Journalist Arne Machel die Gäste und lud sie ein, seine Arbeiten zu betrachten und sich dann der Musik hinzugeben. Die Fotografien seiner Ausstellung stammen alle aus Mallorca und zeigen Dinge, die von Menschenhand geschaffen wurden und durch Einflüsse von Sonne, Regen, Wind und Salz ein eigenes, künstlerisches Erscheinungsbild erhalten haben. Es sind die kleinen, oft übersehenen Dinge der Insel Mallorca, die die Fotos auf dieser Bilderreise zeigen.

Nur mit wenig Equipment kamen die vier Musiker bei den folgenden 90 Minuten aus. Ein Gesangsmikrofon, eine Akustikgitarre und ein Verstärker, mehr brauchten sie nicht, um ihre Musik richtig in Szene zu setzen.

Michael Adolph aus Meinerzhagen begann den Nachmittag mit Songs von Bob Dylan oder James Taylor. „It’s all over now Baby Blue“ hörten die Besucher oder auch „You’ve got a Friend“ von James Taylor.

Gerd Großkreutz aus Hemer kämpfte mit dem Handicap seiner durch eine Erkältung angegriffene Stimme, dennoch unterhielt er mit alten Songs von deutschen Liedermachern, wie von Hannes Wader „Viel zu schade für mich“.

Schon bald holte Gerd Großkreutz sich Annette Gräfe zur „Verstärkung“, überließ ihr auch einzelne Gesangspartien. Die Favoritsongs von Annette Gräfe und Wolfgang Schölzel sind die der Bee Gee’s. Ob „I’ve gotta get a message to you“ oder weitere, sie bildeten den Hauptanteil ihres Auftrittes.

Zum Abschluss des Nachmittages, der unter dem Motto „Viva la musica“ stand, taten sich alle vier Musiker zusammen und beschlossen das Folk- und Rockkonzert. Zugabe hieß es jedoch von Seiten des Publikums und so legten die vier von Graham Nash „teach your children“ nach, bevor nun wirklich der letzte Ton verklang.

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