Vielseitige Themen bei Projektwoche der Gesamtschule

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Zu den vielseitigen Themen, denen sich die Gesamtschüler in der Projektwoche widmeten, zählte auch Hip-Hop.

Kierspe - „Geschichte erleben“, der Siegeszug der Schokolade, eine Miniphänomenta oder das Wandeln auf den Spuren von Anne Frank – auch die 45. Projektwoche der Gesamtschule Kierspe bot wieder jede Menge interessante und abwechslungsreiche Themen.

Am Samstag begrüßte Schulleiter Johannes Heintges die Schüler, Lehrer und Besucher zur Präsentation des Erarbeiteten. Aus insgesamt 34 Projekten hatten sich die Schüler jeweils eines ausgesucht, dem sie sich ohne begleitenden Schulstress widmen konnten.

Während die meisten Themen von den Lehrern vorgeschlagen wurden, gab es in diesem Jahr auch eines, welches auf Initiative von vier Schülern angeboten wurde: Derya Örcün, Irem Eser, Selin Özer und Bayram Akbal sind Hip-Hop-Fans und boten daher ein Projekt zu diesem Musikstil an.

„Wir haben mit etwa zehn Schülern gerechnet, die mitmachen wollen“, berichtete Derya Örcün. „Ganz erstaunt waren wir, als es dann 25 wurden.“ Die Teilnehmer wurden auf fünf Gruppen aufgeteilt und konnten selbst eigene Choreografien entwerfen. Die vier „Projektleiter“ haben den Schülern beim Umsetzen der Musik in Tanz geholfen. „Wir hätten es früher selbst cool gefunden, wenn Oberstufenschüler uns so etwas beigebracht hätten“, betonten die vier Initiatoren.

Klaus war der Star des Projektes „Köcherfliegen lügen nicht“. Klaus, ein kleiner Flusskrebs, stammt aus der Volme. „Wir waren mit den Schülern an einem Bereich der Volme, die renaturiert worden ist“, berichtete Lehrerin Silke Jordan. „Und wir haben erfahren, dass wir anhand der dort lebenden Tiere erkennen können, wie die Wasserqualität ist.“ Dabei entdeckten die Schüler den kleinen Flusskrebs, der während der Projektwoche nun Gast in der Gesamtschule war. Danach geht es für ihn wieder zurück in die Volme.

Nur ein paar Räume weiter befassten sich die Schüler mit etwas ganz Anderem: Dort lagen Meteoriten in vielen Größen auf den Tischen, die das Urgestein unseres Sonnensystems sind. „Sind sie aus Eisen, Kobalt oder Nickel?“, fragten sich die Schüler der Jahrgangsstufen zehn bis zwölf und analysierten die Meteoriten Schritt für Schritt. Wie das bewerkstelligt wird, zeigte Pascal Kinzer den Besuchern und vermochte dabei das schwierige Thema so umzusetzen, dass auch Laien ihm folgen konnten.

Vielseitige Themen bei Projektwoche der Gesamtschule

Künstlerisch ging es in der Projektklasse „Ton und Gips“ zu. Dort formten die Schüler aus Ton Köpfe, die sie später als Gipsmodelle gossen, da diese haltbarer sind als Ton. In einem weiteren Projekt befassten sich die Schüler mit dem Fliegen. Sie erfuhren alles über das Thema, bastelten Balsa- und Papierflieger und erstellten eine Präsentation fürs Tablet. Das Projekt „Spiele aus aller Welt“ begleiteten die Referendare Katharina Halm, Jenny Altmann und Marc Sotirovic. Mit Eifer waren die Kinder beim Basteln von kleinen Bällen, den Hacky Sacks, bei der Sache. Zudem falteten sie im Origamistil oder fertigten Süßigkeitenbälle aus Pappmache, auch Piñata genannt.

„Für die Schüler sind die Projektwochen immer eine willkommene Abwechslung“, meinte Lehrer Michael Brück zur Entwicklung der Projektwochen im Laufe der Jahre befragt. „Früher könnten die Schüler alle frei wählen, heute sind die Projekte eher für eine bestimmte Altersgruppe geeignet. Es macht den Schülern Spaß, fächerübergreifend ein Thema zu erarbeiten und auch mal Dinge zu tun, die man sonst nicht macht.“

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