Viele Spenden für Verein Kinder von Tschernobyl

+
Fleißige Helferinnen und Helfer sortierten und verpackten am Samstag die abgegebenen Spenden. Der nächste Sammeltermin in Vorth ist am Samstag, 26. August, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr.

Kierspe - Riesengroß war am Samstag die Unterstützung für den Verein Kinder von Tschernobyl.

Die Helferinnen und Helfer hatten zur ersten Spende für den nächsten Hilfstransport in die Kiew-Region zwischen Wischgorod, Iwankov, Bila Zerkwa und Skvira aufgerufen. Vom Ansturm der Spender wurde das Organisationsteam überrascht. „Angesichts der Ferienzeit haben wir mit weit weniger Anlieferungen gerechnet“, gestand Kleiderkammer-Chefin Olga Bieber.

Natürlich kommt die Spendenfreude sehr gelegen. „Unsere Hilfe ist derzeit auf allen Ebenen willkommen und wird dringend benötigt“, betont Vereinsvorsitzende Gisela Steinbach. Neben den Folgen der Atomkatastrophe leiden die Menschen in der Ukraine jetzt zusätzlich unter der politisch schwierigen Lage im Land. Vor allem Ältere und Kinder, so Gisela Steinbach, spürten die Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzung in der Grenzregion zu Russland und die dadurch bedingten wirtschaftlichen Probleme.

Entscheidend für den Verein ist, dass es bei der Verteilung der Spenden nachhaltig und gerecht zugeht. Dafür garantiert die ukrainische Partnerorganisation Bereginja – übersetzt: Beschützerin. Der seit 1997 aktive Wohltätigkeitsfonds schaut sehr genau darauf, dass Kleidung, Bettwäsche, Schuhe, Spielzeug und medizinische Hilfsgüter aus dem Volmetal nur an Familien gehen, die als bedürftig registriert sind. Die Bereginja-Aktiven achten auch darauf, dass es die Spenden vor Ort nur in haushaltsüblicher Menge gibt. „Sonst kann es passieren, dass die Sachen auf irgendwelchen Märkten weiterverkauft werden“, erklärt Gisela Steinbach.

Basis des 1997 gegründeten Kiersper Vereins Kinder von Tschernobyl war das bereits 1992 gestartete Erholungsprogramm für Kinder aus dem Gebiet des Unglücksreaktors in Tschernobyl. Aufenthalte von drei oder vier Wochen im Sauerland gaben den Mädchen und Jungen neue Kraft. Mit viel Unterstützung von Partnern aus dem Oberbergischen Kreis gibt es dieses Projekt auch heute noch.

Erst vor wenigen Wochen waren 35 Kinder aus dem Kiew-Gebiet bei Familien im Sauerland und im Oberbergischen Land zu Gast. „Leider ist die Unterbringung in Kierspe wegen der fehlenden Tagesbetreuung schwierig geworden“, bedauert Gastmutter Olga Bieber. Der Verein ist bemüht, hier ein neues Angebot zu finden. So können die Gasteltern über den Tag entlastet werden, was wieder mehr Familien die Möglichkeit zur Teilnahme gibt.

Fachkundige Unterstützung hat sich der Verein inzwischen für die Hilfstransporte gesucht. „Wir schicken nicht mehr wie früher einen eigenen Lkw auf die lange Reise, sondern schließen uns den Transporten der Organisation Friedensstimme an“, erklärt Gisela Steinbach. Das erleichtert die Arbeit für Chef-Logistiker und Schriftführer Helmut Willnat ganz erheblich.

Die Spenden der jetzt gestarteten Sammelaktion werden Ende November verschickt. Bis dahin gibt es monatlich weitere Sammeltermine im Lager des Vereins, das im Gebäude der ehemaligen Bäckerei an der Bundesstraße 54 in Vorth untergebracht ist. Der nächste Termin ist am Samstag, 26. August, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare