Gerichte aus Iran, Italien und Syrien

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Bassel war beim syrischen Gericht Reis mit Erbsen der Chefkoch; er hatte schon einiges vorbereitet.

Kierspe - Viele Köche verderben den Brei, heißt es, doch dem war am Mittwochabend bei Hand in Hand nicht so.

15 Frauen, Männer und Kinder rührten sowie schnibbelten um die Wette und am Ende des Abends kamen drei leckere Essen zustande: das syrische Gericht Reis und Erbsen, das italienische Gericht Spaghetti al Limone und das iranische Gericht Tortfleisch. 

„Weg vom Fastfood“ hieß es wieder bei Hand in Hand, was den Sinn verfolgt, die Lebensmittel, die es bei den monatlichen Lebensmittelausgaben gibt, zu einem schmackhaften Essen zu verarbeiten. Zehn Köche war die Höchstteilnehmerzahl, mehr haben in der kleinen Küche keinen Platz. Chefköche an diesem Abend waren Syrer, Iranerinnen sowie der deutsche Italienliebhaber Rolf Muck.

Frisch aus seinem Italienurlaub hatte Rolf Muck das Rezept Spaghetti al Limone mitgebracht. Noch braun gebrannt von Italiens Sonne ging er ganz relaxt an die Zubereitung. Viel Arbeit machte es ihm und seinen Hilfsköchen nicht. In einer guten halben Stunde waren die Nudeln gekocht und auch die Soße zubereitet, die herrlich nach Zitronen duftete und schmeckte.

Rolf Muck und seine Helfer sorgten für das italienische Gericht Spaghetti al Limone.

Umfangreicher waren die Arbeiten des syrischen Gerichts Reis mit Erbsen, welches Bassel zubereitete. Das Rindfleisch hatte er schon im Vorhinein in sehr kleine Stückchen geschnitten und kochte es dann in einer Brühe weich. In diese Brühe kamen dann Reis und Erbsen. Zum Schluss wurde ein Teil des Rindfleisches sowie Mandeln in einer Pfanne angebraten und über das Gericht gegeben. 

Viel Handarbeit hatte die Gruppe der iranischen Frauen, die Tortfleisch zubereiteten. Das Gehackte wurde mit viel Gemüse vermischt, auf ein Backblech gestrichen und mit Blätterteig belegt. Obwohl die Chefköche schon selbst viel vorbereitet hatten, blieb noch immer einiges an Arbeit für die Hilfsköche übrig. Eier mussten getrennt werden, die Zitronenschale abgeschält oder auch der Parmesan gerieben. Auch für die Kinder blieb Arbeit übrig. Sie kümmerten sich zusammen mit Adjuta Kraus, der Organisatorin des Abends, um den Obstsalat. 

Lebhaft ging es in der Küche und dem angrenzenden Saal während des Kochens zu. „Was ist Heißluft?“, fragten die Iranerinnen eine der deutschen Teilnehmerinnen. Mit Händen und Füßen wurde ihnen das Prinzip erklärt und zum Schluss waren sie um eine Erfahrung reicher. „Was heißt Erbsen auf Deutsch oder Syrisch?“, „Wo finde ich eine Zitronenpresse?“ oder „Kennt ihr gegrillte Auberginen im Glas?“. Diese und noch mehr Fragen fanden ihre Antworten an dem Abend. Zum Schluss trafen sich alle an einem festlich gedeckten Tisch und ließen sich ihre internationalen Gerichte munden. 

Der nächste Kochabend unter dem Motto „Weg vom Fastfood“ wird am 6. Dezember ab 18 Uhr sein. Anmelden kann man sich bei Adjuta Kraus unter der Rufnummer 01 63/1 59 82 63. Das Mitmachen ist kostenlos, ein Spendentopf wird dastehen und sich über Fütterung freuen. Adjuta Kraus würde sich über viele Teilnehmer aus dem Kreis der Personen freuen, die ihre Lebensmittel aus den Lebensmittelausgaben erhalten.

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