Viel zu tun nach Brand im Alten Amtshaus

In rund 100 Kunststoffkisten wurden Dokumente und Bücher, Bilder und Bakelitteile aus dem Alten Amtshaus nach dem Brand ins ehemalige Helit-Gebäude transportiert. Jetzt muss alles gesäubert, getrocknet und sortiert werden. - Fotos: Müller

KIERSPE - Nach dem Brand im alten Amtshaus wartet jede Menge Arbeit auf die freiwilligen Helfer aus den Reihen des Heimatvereins. "Es wird eine ganze Weile dauern, bis wir alles, was nach dem Brand ausgeräumt werden musste, gesichtet, gereinigt, getrocknet und sortiert haben“, sagen Marleen Vedder und Sylvia Baukloh.

Sie stehen, umgeben von rund 100 Kunststoffkisten, im alten Helit-Gebäude, wo die Stadt dem Verein zwei Räume zur Verfügung gestellt hat, um das umfangreiche Material zu lagern und zu sichten.

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„Sofort am Samstag nach dem Brand haben wir mit acht Leuten zunächst rund 40 Gemälde und etwa 60 gerahmte Fotos aus dem Alten Amtshaus geholt, die durch die Nässe bereits Schaden genommen hatten; vor allem beim Fritz-Linde-Portrait löste sich schon die Farbe“, berichten die Ehrenamtlichen. Außerdem mussten die Regale im Lagerraum ausgeräumt oder mit einer Plane gesichert werden, da dort die Decke herunter zu kommen drohte. Nach diesen ersten Maßnahmen war das Gebäude erst einmal für den Heimatverein gesperrt, da es von einem Sachverständigen begutachtet wurde.

Am vergangenen Samstag wurde dann weiter ausgeräumt. Dabei wurden die zehn Vereinsmitglieder von der Firma Goletz unterstützt, die ein Fahrzeug samt Fahrer für den Transport und die Kunststoffkisten zur Verfügung stellte. Der Bitte um weitere freiwillige Helfer auf der Facebookseite folgte nur Boris Funke, bei dem sich Marleen Vedder und Sylvia Baukloh besonders bedanken. Er erschien pünktlich zum Arbeitseinsatz und aktivierte angesichts der vielen Arbeit per Handy auch seinen Bruder. Und schließlich versorgte seine Mutter auch noch alle mit Kaffee.

Noch ist nicht alles aus dem alten Amtsgebäude herausgeräumt worden, in dem zurzeit Trockengeräte laufen, um die Restfeuchtigkeit aus den Wänden zu vertreiben.

Die zahlreichen Bakelitteile sind aber bereits wieder gesäubert und sicher verpackt. Die Möbel werden von einer Spezialfirma gesäubert, aufbereitet und gelagert. Ob die Computer noch funktionieren, ist noch nicht geprüft worden.

Erst wenn auch die Tische aus dem Alten Amtshaus ins Helit-Gebäude geschafft sind, können alle Dokumente, Schriften, Bücher und Fotos gesichtet und sortiert werden. Vieles davon gehört gar nicht dem Heimatverein, sondern der Stadt.

„Das ist aber auch eine Chance, eine genaue Übersicht über den umfangreichen Bestand zu bekommen“, finden Marleen Vedder und Sylvia Baukloh mitten im Chaos zu einer positven Sichtweise. - luka

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