Viel Action mit Winnetou und Old Shatterhand

Auf dem Gelände trafen einige Ferienspielkinder auf einen Indianer. Vor dem typischen Indianerzelt hatte er sich ein kleines Feuer gemacht.

KIERSPE ▪ Die Helden einmal live erleben. Winnetou, Old Shatterhand, Indianer, Cowboys, Pferde und Pistolen, davon träumt jedes Kind und oft auch noch ihre Eltern. Voller Vorfreude warteten die jungen Teilnehmer am Dienstag ausgerüstet mit Regenjacken und genügend Proviant an den Bushaltestellen der Gesamtschule auf den Bus. Es ging nach Elspe zu den Karl-May-Festspielen. Im Programm der Ferienspiele boten die Jugendzentren der Stadt in Kierspe und Rönsahl dieses Highlight an. Unterstützt wurden sie dabei von der Sparkasse und der Meinerzhagener Zeitung.

Vor allem für Familien, für die es finanziell sonst nicht möglich ist, eine solche Veranstaltung zu besuchen, wird zumindest den Fünf- bis Vierzehnjährigen die Möglichkeit gegeben, kostengünstiger einen richtig spannenden Tag zu erleben. Betreut wurden die 95 jungen Teilnehmer von Kerstin Busse aus dem Jugendzentrum Rönsahl, Christian Schwanke und Susanne Sattler aus dem Jugendzentrum Kierspe, dem Auszubildenden der Stadt, Lars Wohlgemuth, und dem freiwilligen Begleiter Oliver Knuf.

Nach einer Stunde Fahrzeit waren sie endlich angekommen. Mit roten Kappen, damit die Begleiter die Kinder auch wiedererkannten, ging es dann in kleinen Gruppen los. Auf dem Gelände konnten sie sich selbstständig bewegen, entdecken und entscheiden, was sie machen möchten.

„Schon als Kind habe ich mich immer auf die Karl-May-Festspiele gefreut und noch heute bin ich gerne hier. Die Geschichten von Winnetou und Old Shatterhand sind überall bekannt. Über mehrere Generationen haben sie nie ihren Reiz verloren“, erzählte Christian Schwanke.

Bevor es zum Hauptprogramm ging, wurden noch einige andere Shows angeboten: Trainer Matthias Kellner verblüffte die Zuschauer, in dem er mit verschiedenen Tieren einige Kunststücke vorführte. So konnten die Hunde auf Kommando bellen, die Katze holte Gegenstände wieder oder der Hahn ging bei Fuß. Außerdem wollte die Ente Matthilda Model werden und überzeugte die Zuschauer mit ihrem Catwalk. Die Kinder waren verblüfft und konnten kaum glauben, was sie da sahen.

In der Action-, Stunt- und Cascadeur-Show wurde die Kinder in die Geschichte der Indianer eingeweiht und es wurde ihnen erzählt, wie diese zu ihren Pferden kamen und wie diese sie nutzten.

In der Show kämpften die stolzen Indianer mit den starken Cowboys, wie man es aus den Filmen im Fernsehen kennt. Doch hier wurde alles live aufgeführt. Neben viel Schlägereien kamen auch die ersten Pistolen zum Einsatz. Auch Kunststücke auf Pferden führte das Stunt-Team auf, die Zuschauer waren begeistert. Mit dieser Show und einer Bühne wie im wilden Westen stieg die Vorfreude auf die Bühnenaufführung im Rahmen der Karl-May-Festspiele immer mehr.

In der Musik-Show „Hollywood in Concert“ wurden die Besucher noch einmal aus der Welt der Indianer und Cowboys entrissen. Hier ging es um die Fantasiewelten von Tarzan, Fluch der Karibik, König der Löwen und einigen anderen Filmen. Mit der passenden Musik, Gesang und Kostümen wurde auch diese Show zu einem vollen Erfolg.

Neben dem actionreichen Rahmenprogramm gab es zudem auf dem Gelände noch mehr zu sehen. Die Kinder konnten mit der alten Eisenbahn fahren und sich so die Kulisse aus einem anderen Blickwinkel ansehen. Neben einem kleinen Spielplatz konnte man der Country-Live-Musik zuhören und das typische Wildwest-Feeling genießen.

Wer zwischendurch einen kleinen Moment Pause brauchte, konnte es sich auf den zahlreichen Bänken bequem machen. Viele verschiedene Buden lockten mit Leckereien wie Pizza, Pommes, Spaghetti, Rindersteaks, Eis und einigem mehr. Auch einen kleiner Souvenierladen gab es, in dem sich einige Ferienkinder Pistolen und indianischen Kopfschmuck kauften.

Dann ging es los: Das Stück „Winnetou und das Halbblut“ wurde präsentiert. In den vorderen Reihen konnte jedes Kind prima verfolgen, wie der halbblütige Senanda in der Umgebung Unfrieden stiftetete. Mit Hilfe von Winnetou und Old Shatterhand wurde die Ordnung jedoch nach spektakulären Schießereien, Prügeleien und Bränden wiederhergestellt. Und auch Senanda musste letztlich seine Schuld eingestehen. Als es am Ende noch eine große Schießerei und eine riesige Explosion gab, bei der sogar die Gebäude komplett zerstört wurden, waren vor allem die Jungs total aus dem Häuschen. Sie wollten gar nicht wahr haben, dass sich das Stück dem Ende zu geneigt hatte.

Anhand der vielen „Wow’s“, „Oh’s“ und „Ah’s“ war zu erkennen, dass es für die Kinder ein Tag war, den sie so schnell nicht vergessen werden.

Von Alina Pelikan

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