Wolfgang Opitz verlässt Sparkasse

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Ende des Jahres verlässt Wolfgang Opitz seinen Dienstsitz, die Sparkassen-Hauptstelle in Kierspe.

Kierspe - Viermal hat der Verwaltungsrat dafür gestimmt, dass Wolfgang Opitz zum Vorstandsteam der Sparkasse gehört, zweimal haben sie ihn als Vorsitzenden des Vorstands bestätigt – doch damit ist Schluss, auf der jüngsten Sitzung des Gremiums stimmten die Verwaltungsratsmitglieder mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Vetrags mit Wolfgang Opitz. Dieser muss damit Ende des Jahres die Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen verlassen.

Sowohl der Vorsitzende des Sparkassenvorstands Wolfgang Opitz als auch der Vorsitzende des Verwaltungsrates Jan Nesselrath bestätigten die Anfrage der Meinerzhagener Zeitung und damit, dass Opitz das Vorstandsgremium und die Sparkasse Ende des Jahres verlässt.

„Vorstandsangelegenheiten sind Angelegenheiten des Verwaltungsrates. Deshalb darf ich aus rechtlichen Gründen zu den Gründen meines Ausscheidens nichts sagen“, mit diesen Worten verwies Opitz an den Vorsitzenden des Verwaltungsrates Jan Nesselrath. Dieser sagte spontan am Telefon: „Es geht einfach um gegenteilige Meinungen zur Zukunft der Sparkasse.“ Darüber hinaus kündigte er eine Mitteilung des Verwaltungsrates an, die nun der MZ vorliegt.

Darin wird die Aussage von Nesselrath noch einmal bekräftigt: „Der Grund für diese Entscheidung liegt in unterschiedlichen Vorstellungen über die zukünftige Ausrichtung der Sparkasse, über die sich Vorstand und Verwaltungsrat zuvor in intensiven Gesprächen ausgetauscht haben. Dabei war man angesichts der unterschiedlichen Sichtweisen zu dem Schluss gekommen, den Vertrag nicht zu verlängern.“

Wichtig ist Nesselrath in diesem Zusammenhang zu betonen: „Eine Entscheidung zu diesem frühen Zeitpunkt ermöglicht der Sparkasse, die Nachfolgefrage mit ausreichendem Vorlauf zu klären, um so einen reibungslosen Übergang im Vorstand sicherzustellen. Hierzu finden zeitnah weitere Gespräche statt.“ Ob damit eine Berufung des Vorstandsmitglieds Roman Kappius zum Vorstandsvorsitzenden gemeint ist, bleibt offen.

Nach Informationen der Meinerzhagener Zeitung war das Votum innerhalb des Verwaltungsrates nicht einstimmig, vor allem Verwaltungsratsmitglieder aus Kierspe sollen sich für ein Verbleiben von Opitz im Amt ausgesprochen haben. Auch soll es noch weitere Gründe für das Ausscheiden des Vorsitzenden gegeben haben, als die von Nesselrath angegeben.

Wirtschaftliche Gründe kommen jedenfalls nicht in Frage, denn auch in wirtschaftlich nicht einfachen Zeiten ist die Sparkasse erfolgreich. Das bestätigt auch Nesselrath in seiner Mitteilung. Dort heißt es: „Die Sparkasse ist derzeit solide aufgestellt und verfügt über eine gute Ertrags- und Vermögenslage.“

Wolfgang Opitz

Wolfgang Opitz, der aus dem Ruhrgebiet stammt, wechselte am 1. Januar 1998 zur Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen, die erst sechs Jahre zuvor aus den Sparkassen Kierspe und Meinerzhagen hervorgegangen war. Nach Angaben des Verwaltungsrates gehört Opitz seit 2001 dem Vorstand der Sparkasse an und ist seit 2010 dessen Vorsitzender. Gewählt werden Vorstandsmitglieder immer für die Dauer von fünf Jahren.

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