Plastik-Granulat 

Droht Mikroplastik-Verbot? Drei Kunstrasenplätze betroffen

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Auch für die Kunstrasenplätze in Kierspe und Rönsahl droht ein Verbot des Ausbringens von Mikroplastik zum Auffüllen.

Kierspe - Es ist zweifellos ein kompliziertes Thema, das in den vergangenen Wochen Kommunen und insbesondere Sportvereine aufgeschreckt hat: Die Europäische Union (EU) will umweltschädliches Mikroplastik (Kunststoffteilchen, die kleiner als fünf Millimeter sind) verringern.

Dies betrifft unter anderem auch das Plastik-Granulat, das auf Kunstrasenplätzen aufgebracht beziehungsweise mit dem diese aufgefüllt werden. Dies betrifft sowohl die Stadt Kiersper als auch den Kiersper Sport-Club, die insgesamt drei Kunstrasenplätze unterhalten.

Diesen Plätzen, die von etwa neun Jahren gebaut wurden, wird eine Lebensdauer von 12 bis 15 Jahren zugeschrieben. Der Platz des Kiersper SC ist bereits 13 Jahre alt. Die von der EU mit den entsprechenden Untersuchungen beauftragte Europäische Chemikalienagentur (ECHA) will im Frühjahr 2020 Eergebnisse vorlegen – wobei ein Verbot des Nachfüllens folgen und damit ein Umbau von Kunstrasenplätzen notwendig werden könnte.

Noch steht aber nicht fest, ob es auch Maßnahmen für die Sportplätze gibt, durch die ein Granulat-Austrag vermieden und damit ein Verbot überflüssig gemacht werden kann. Es müsse aber zwischen zwei Arten von Granulat unterschieden werden, informiert die Verwaltung die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Bauen, die am 12. November im Rathaus tagen.

Für das sogenannte SBR-Granulat, das polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthält, gebe es bereits einen älteren Beschränkungsvorschlag der ECHA. Dieses Material soll ab dem 2021 nicht mehr verwendet werden. Untersucht wird aber ebenso das nicht-PAK-haltige Granulat. Es gebe bereits eine Empfehlung der Geschäftsstelle des Städte- und Gemeindebundes, spätestens ab dem Jahr 2021 auch dieses Mikroplastik nicht mehr zu verwenden und als Alternative Kork oder Quarzsand zu nehmen.

Die Ergebnisse der Europäischen Chemieagentur im kommenden Frühjahr müssten natürlich abgewartet werden, gleichwohl werde die Stadt, so heißt es abschließend, den Empfehlungen des Städte- und Gemeindebundes folgen.

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