Auch Sport- und Bolzplätze geschlossen

Große Verunsicherung bei Bürgern

Maske - Alltagsmaske, Mund-Nasen-Bedeckung - Schüler
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Die Alltagsmaske oder Mund-Nasen-Bedeckung spielt nach wie vor eine sehr wichtige Rolle - auch bei Schülern.

„Das Telefon steht nicht mehr still, die Verunsicherung ist groß“, erklärt Oliver Knuf, Leiter des Sachgebiets Ordnung und Umwelt, nachdem die neue, seit Montag gültige Corona-Schutzverordnung in Kraft getreten ist.

Insbesondere Vereine möchten natürlich wissen, ob sie ihre Treffen (Jahreshauptversammlungen) durchführen können und dürfen. Ist eine Tanzschule eine Schule oder Einzelsportart? Dürfen Nagelstudios wie Frisöre oder Fußpflegeeinrichtungen offen bleiben? Was ist mit der Jagdausübung? Die ist mit Blick auf die drohende afrikanische Schweinepest übrigens erlaubt, jedoch unter strengen Auflagen. Eine Vielzahl von Fragen, die auf den Ordnungsamtsleiter und seine Mitarbeiter seit Ende vergangener Woche hereingebrochen sind. „Wir mussten uns auch erst einmal komplett neu einlesen“, erklärt Knuf weiter, dass die neue Verordnung in großen Teilen anders verfasst worden ist.

So gebe es beispielsweise anders als bei der letzten Verordnung keinen Anhang, in dem alles, was erlaubt oder verboten ist, aufgelistet wird. Dies sei nun irgendwo im Text der neuen Verordnung untergebracht worden. Entgegen den in der vergangenen Woche noch gültigen Regelungen müssen nun doch sowohl die Musikschule als auch die Volkshochschule geschlossen werden – bis auf wenige Ausnahmen wie beispielsweise den Online-Unterricht.

Sie sind mit Einsicht gesegnet und halten sich an die Regeln.

Oliver Knuf, Leiter des Ordnungsamts

Seit Montag sind aber nicht nur die Sporthallen und das Schwimmbad für die Öffentlichkeit geschlossen, sondern auch – darauf weist Oliver Knuf ausdrücklich hin – das Stadion, der Kunstrasenplatz und sämtliche Hartgummiplätze (Bolzplätze) am Felderhof, der Kunstrasenplatz in Rönsahl und der Bolzplatz in Vollme. Der Schulsport könne in der Sporthalle noch stattfinden. Auch das Schulschwimmen sei zulässig, allerdings befinde man sich noch in der Abstimmung, ob dies stattfinden soll.

Doch trotz der neuen großen Verunsicherung und teilweise auch des Ärgers und teilweise Unverständnisses über die Schließung von Gastronomiebetrieben und Schönheitssalons, obwohl gleichzeitig Frisör- und Fußpflegegeschäfte geöffnet bleiben dürfen, „hat in Kierspe bislang alles funktioniert“, zeigt sich der Ordnungsamtsleiter sehr zufrieden mit den Bürgern: „Sie sind mit Einsicht gesegnet und halten sich an die Regeln“.

Wir mussten uns auch erst einmal komplett neu einlesen.

Oliver Knuf, Leiter des Ordnungsamts

Letzteres hätten auch die jüngsten Kontrollen beispielsweise hinsichtlich der Sperrstunde ergeben – an diese hätten sich sowohl Gastwirte als auch Gäste gehalten. Mit den Fitnessstudios, die nun wieder schließen müssen, hätte es ebenfalls keinerlei Probleme gegeben. Oliver Knuf weiß aber auch, dass es mit der neuen nun gültigen Verordnung auch einen neuen und letztlich auch größeren Kontrollaufwand geben wird.

Dafür steht aber natürlich im Rathaus nicht mehr Personal zur Verfügung. Vielmehr sind die Verwaltungsmitarbeiter aus dem Bereich des Ordnungsamts mittlerweile seit dem Frühjahr im ständigen Einsatz, um die sich ändernden Einschränkungen der Corona-Schutzverordnung an sich ändernden Einsatzorten im gesamten Kiersper Stadtgebiet zu kontrollieren.

Corona-Schutzverordnung vom 30. Oktober

„Zur Fortsetzung der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie und insbesondere zur Gewährleistung ausreichender medizinischer Versorgungskapazitäten werden mit dieser Verordnung Maßnahmen angeordnet, die die Infektionsgefahren wirksam und zielgerichtet begrenzen und Infektionswege nachvollziehbar machen“, lautet der erste allgemeine Grundsatz der Corona-Schutzverordnung vom 30. Oktober. Wer das 15-seitige Dokument selbst einmal nachlesen möchte, findet dies im Internet.

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