Erste Kiersper Pflege- und Gesundheitskonferenz

Moderatorin Jutta Stratmann fasste die Ziele zusammen.

Kierspe - Bei einer Workshopreihe zum Thema „Demographischer Wandel“, die Sachgebietsleiterin für Soziales und Jugend Rita Kattwinkel im Jahr 2013 organisierte, wurde eine vielversprechende Idee geboren.

Von Petra Schüller

Wie wäre es, wenn sich Vertreter aus allen Bereichen des Gesundheitswesens in Kierspe zusammen an einen Tisch setzen würden, um gemeinsam Netzwerke zu schaffen, Ressourcen zu finden und die Situation vor Ort im Schulterschluss mit Gleichgesinnten zu verbessern? Gesagt, getan: Jetzt fand mit der ersten Pflege- und Gesundheitskonferenz im Ratssaal der Auftakt für ein möglicherweise künftig regelmäßig organisiertes Treffen statt. Bürgermeister Frank Emde und Moderatorin Jutta Stratmann begrüßten neben städtischen Mitarbeitern rund 15 Gäste, die haupt- oder ehrenamtlich im Gesundheitswesen arbeiten. „Das Interesse war sogar deutlich größer“, berichtete Kattwinkel, „viele sahen aber aufgrund ihres eng getakteten Zeitplans keine Möglichkeit, bei der Konferenz dabei zu sein.“

Gestern waren Kiersper Ärzte, Vertreter von Selbsthilfegruppen, des Netzwerks „Selbstbestimmt leben“, vom Awo-Seniorenzentrum, DRK, von Pflegeteams, dem Sozialen Bürgerzentrum „Hand in Hand“, Physiotherapeuten und ein Schulpsychologe vor Ort. Zudem nahmen Ralf Kling, Fachdienstleiter Pflege des Märkischen Kreises, und Sonja Hagedorn teil. Sie ist beim Kreis für den Bereich Gerontopsychiatrie zuständig und leitet zudem den Arbeitskreis Demenz im Volmetal. Nach einer Vorstellungsrunde, bei der alle Anwesenden ihre Erwartungen formulierten, fasste Stratmann mögliche Ziele zusammen. Ein Thema, das viele beunruhigt, ist die drohende Unterversorgung durch Fachärzte im ländlichen Bereich. Möglicherweise könne es durch gute Ideen gelingen, jungen Ärzten die Region schmackhaft zu machen, so Stratmann. Zudem könnte die Konferenz dazu beitragen, Lücken in der Versorgung zu finden, neue Angebote zu schaffen, Kräfte zu bündeln und größere Transparenz für die Bürger zu schaffen.

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