2000 Kubikmeter im Hochbehälter Arney

Genug Trinkwasser aus Talsperren

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Rund 2000 Kubikmeter Trinkwasser werden im Arney-Hochbehälter gespeichert. Davon gehen 1500 Kubikmeter täglich ins Netz, um für einen regelmäßigen Wasseraustausch zu sorgen.

Kierspe - Auch bei leicht steigendem Wasserverbrauch müssen sich die Kiersper Bürger keine Sorgen um ihre Versorgung machen. „Das Versorgungssystem der Stadtwerke Kierspe ist für deutlich höhere Verbräuche ausgelegt und somit auch auf heiße Sommertage, wie wir sie gerade erleben, vorbereitet“, erklärt Christian Lombardi, Prokurist der Kiersper Stadtwerke.

„Die Wasserversorgung in Kierspe ist äußerst sicher, da wir das Wasser aus drei Talsperren über den Wasserbeschaffungsverband Lüdenscheid und den Aggerverband beziehen“, sagt Florian Hempel, technischer Leiter der Stadtwerke. Das Trinkwasser erhalten die Kiersper Haushalte aus der Jubach-, Genkel- und Wiehltalsperre – also aus Kierspe selbst sowie der Nachbarschaft (Meinerzhagen und Reichshof).

„Aufgrund der Größe und der Tiefe der Talsperren ist ein Austrocknen sehr unwahrscheinlich, was gut für die Kiersper Wasserversorgung ist“, führt Hempel weiter aus. Pro Tag fließen rund 2100 Kubikmeter Trinkwasser aus den Talsperren durch das rund 105 Kilometer lange Leitungsnetz in Kierspe bis in die Wasserhähne der Bürgerinnen und Bürger. Der Verbrauch sei in den vergangenen Jahren immer wieder leicht gestiegen. Neben der Nutzung für das Trinken, Kochen und Waschen nennen die Stadtwerke als einen wesentlichen Grund die Bautätigkeiten in der Volmestadt: „Hier werden einige Wassermengen eingesetzt.“

Ebenso sorge die Gartenbewässerung im Sommer – insbesondere in diesem und den beiden vorausgegangenen Jahren war es schließlich sehr warm und trocken – für Lastspitzen. „Das Wetter hat einen großen Einfluss auf den Verbrauch und lässt ihn von Tag zu Tag zeitweise extrem schwanken“, erklärt Florian Hempel. „Das ist für uns auch nur schwer vorhersehbar und planbar.“

Im April Sommer-Werte

Der technische Leiter weiß auch ein Beispiel zu nennen: „Der April in diesem Jahr war überraschend warm und trocken. Es flossen mehr als 69 000 Kubikmeter durch die Leitungen.“ Das seien 14 000 Kubikmeter mehr als im Vorjahresmonat gewesen. „Das sind Werte, die wir normal nur aus dem Sommer kennen. Dieser sei, so Florian Hempel, in diesem Jahr „bislang jedoch besonders mild“. Im Juni wurden in Kierspe daher lediglich 58 500 Kubikmeter verbraucht, nennt der technische Leiter weitere Zahlen, im Juli stieg der Verbrauch auf 66 097 Kubikmeter.

Im Jahr 2019 lag der Trinkwasserverbrauch im Juni bei 60 457 Kubikmetern, also knapp 2000 Kubikmeter höher, im Juli bei 66 949 Kubikmetern, im Vergleich zu diesem Jahr also ähnlich hoch. „Erst in diesen Tagen ist der Sommer in Kierspe angekommen. Gleichzeitig steigt auch wieder der Bedarf an Trinkwasser“, verdeutlicht Hempel. „Solche Verbräuche bringen uns aber nicht ins Schwitzen“, kann der technische Leiter alle Bürger in Kierspe beruhigen.

Schließlich können die Stadtwerke auf einen höheren Wasserverbrauch mehrfach reagieren. Über die großen Transportleitungen könne jederzeit mehr Wasser von den drei Trinkwassertalsperren bezogen werden. Auf der anderen Seite verfügten die Stadtwerke mit dem Hochbehälter auf dem Arney über einen Wasserspeicher, der in zwei Kammern insgesamt rund 2000 Kubikmeter Trinkwasser fasst.

Täglicher Austausch von 1500 Kubikmeter Wasser

Der Füllstand, so erklärt Hempel, werde täglich auf mindestens 500 Kubikmeter heruntergefahren, um einen regelmäßigen Wasseraustausch zu gewährleisten. Die Wiederbefüllung des Behälters werde vollautomatisch mithilfe von Sensoren und einem Elektroschieber geregelt.

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