Netto gibt grünes Licht für zweiten Markt im Dorf

Die aktuelle Planung für den zweiten Nettomarkt im Dorf wurde jetzt im Fachausschuss vorgestellt.

KIERSPE ▪ Eigentlich stand die Errichtung des zweiten Nettomarktes vor Ort bereits einmal fast kurz bevor. Doch dann wurde die Planung erneut geändert, der Baukörper verschoben und gedreht, um so mehr Parkplätze zu erhalten.

Extra war sogar ein angrenzendes Grundstück dazuerworben worden. Außerdem hatte Netto weitere Untersuchungen zur zu erwartenden Annahme des neuen Marktes sowie zur Kundenfrequentierung des bestehenden Marktes am Wildenkuhlen angestellt. Jetzt aber gibt es endlich grünes Licht. Darüber informierte der städtische Planer Rainer Schürmann im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung.

Nicht bloß in den Reihen der Kommunalpolitiker, sondern vor allem auch der Bürger aus diesem Gebiet dürfte die Nachricht Anlass für ein Aufatmen gewesen sein. Immerhin endet damit die nun schon seit mehr als drei Jahren bestehende Vakanz bei der Versorgung von Artikeln des täglichen Bedarfs an diesem Standort. Ende 2009 hatte die Lebensmittelkette Dornseifer ihren Markt geschlossen. Seitdem laufen intensive Bemühungen, um einen Nachfolger für den Standort zu interessieren – und es sah zeitweilig eher schlecht aus. Für eine erhebliche Verzögerung sorgten zudem die schwierigen Eigentumsverhältnisse bei der Immobilie. Zwischenzeitlich gab es auch noch die Idee der Bäckerei Diwald, im Rahmen eines Gesamtkonzeptes neben der Errichtung des Marktes ebenfalls eine neue Bäckerei mit Café zu bauen. Doch scheiterte diese große Lösung letztlich aus finanziellen Gründen. Alles fokussierte sich anschließend auf den neuen Markt mit Backshop und der Discounterkette Netto als Betreiber. Geplant ist ein Markt mit einer Fläche von 800 Quadratmetern. Auf dem Grundstück sind 51 Stellplätze für Autos vorgesehen. Um dafür genügend Raum zu haben, wird die Straße Luiseneiche von der Schmiedestraße abgebunden.

Jetzt ist die Entscheidung also gefallen und es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die Kunden bei Netto im Dorf einkaufen können. Das erforderliche O.K. der Netto-Mutter Edeka wird allgemein als sicher vorausgesetzt, soll aber auch spätestens innerhalb der nächsten Woche kommen.

Jetzt geht es noch um die Unterzeichnung des Mietvertrages, zudem steht auch eine Änderung des Bebauungsplans seitens der Stadt an und die Baugenehmigung muss dann ebenfalls noch erteilt werden. „Wir planen mit der Bebauungsplanänderung am 19. März in den Rat zu gehen, die Offenlage findet voraussichtlich im Mai statt und in der Ratssitzung am 9. Juli könnte der Rat dann schon den Satzungsbeschluss fassen“, informiert Rainer Schürmann im MZ-Gespräch. Um das Verfahren zu beschleunigen, könnte nach der Offenlage vorab sofort die Baugenehmigung ereilt werden, so dass gestartet werden könnte. Ein Lärmschutzgutachten sei außerdem auch noch erforderlich.

Der planende Architekt Dirk Eicker aus Halver hat wie die Stadt die Nachricht inwischen ebenfalls von Netto erhalten und begrüßt genauso, dass es es jetzt losgeht. Durch die ständigen Veränderungen sorgte das Projekt immer wieder für eine Menge Arbeit in seinem Büro. „Es ist von einer etwa viermonatigen Bauzeit auszugehen plus Abbruch“, grenzt er den Zeitrahmen ein. So könnte die Eröffnung sogar noch in diesem Jahr klappen. Die Information ist aber noch so frisch, dass eine genauere Terminplanung erst erstellt werden muss.

Durch die veränderte Position des Baukörpers konnte erreicht werden, dass Parkplätze und Anlieferung jetzt sämtlich nach vorne hinaus liegen und die rückwärtige Seite zur Pulverstraße hin frei bleibt. „Wir haben zudem mehr Grün auf dem Gelände so Schürmann. Positiv sei die Planung jetzt auch für die unter Schutz stehende alte Dorfeiche.

Rolf Haase

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