Verpuffung: Sprinkleranlage löscht Feuer bei Knipping

KIERSPE - Zu einem Industriebrand kam es am Donnerstagmorgen gegen 10 Uhr bei der Firma Knipping im Industriegebiet "In der Helle". Bei Schweißarbeiten hatte es eine Verpuffung gegeben.

Von Rolf Haase

Von der Brandmeldeanlage der Firma war gegen 9.56 Uhr ein Alarm bei der Einsatzleitzentrale in Lüdenscheid aufgelaufen. Telefonisch wurde das Feuer dann tatsächlich auch bestätigt. Ein größerer Schaden entstand wegen der ausgelösten Sprinkleranlage sowie des raschen Eingreifens der Feuerwehr gestern jedoch nicht.

Geschäftsführer Dr. Olaf Luche geht nur von wenigen 1000 Euro Sachschaden aus. Die Feuerwehr war mit fünf Einsatzfahrzeugen und rund 30 Helfern vor Ort.

Die immens große Wärmeentwicklung hatte automatisch die Sprinkleranlage ausgelöst, wodurch der Brand sofort eingedämmt wurde. Daher konnte diese auch schnell wieder abgestellt werden, so dass sich der Wasserschaden in Grenzen hielt. Zusätzlich hatten Mitarbeiter einen ersten Löschangriff von einem Wandhydranten aus eingeleitet. So konnte der Entstehungsbrand noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr fast vollständig gelöscht werden. Das Fazit des Brandes könnte somit lauten: Glück im Unglück gehabt.

Entstanden war das Feuer ersten Vermutungen zufolge bei Schweißarbeiten im Lager. Dabei waren offenbar Inhaltsreste eines Tauchbehälters in Brand geraten und es war zu einer Verpuffung gekommen. Drei Mitarbeiter erlitten eine leichte Rauchvergiftung und wurden noch an Ort und Stelle behandelt und dann ins Klinikum Lüdenscheid transportiert.

Zur Stelle waren neben den Helfern vor Ort des Deutschen Roten Kreuzes auch der Rettungsdienst, ein Notarzt sowie ebenfalls die Polizei.

Zunächst rückte der Löschzug 1 aus dem Gerätehaus Wehestraße an, anschließend wurde zusätzlich noch der Löschzug 2 aus dem Gerätehaus Stadtmitte angefordert. Weil der Brand noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr fast vollständig gelöscht worden war, wurde seitens der Feuerwehr lediglich ein Hohlstrahlrohr in Bereitstellung vorbereitet. Restlöscharbeiten erfolgten dann mit der bereits benutzten Löschleitung vom Wandhydranten aus.

Die Belegschaft war wegen der starken Rauchentwicklung draußen auf dem Parkplatz evakuiert worden. Das Entrauchen der weitläufigen Fabrikationshalle und Büroräume erfolgte mit vier Überdrucklüftern. Nach rund einer Stunde konnte der Produktionsbetrieb wieder anlaufen.

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