Verdächtige Fahrt in Schlangenlinien

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Symbolbild

Kierspe - Eigentlich waren zwei Polizeibeamte am 22. September vergangenen Jahres von Rönsahl nach Kierspe auf den Weg in den Feierabend. Doch der musste warten.

Vor ihnen fuhr ein Mann sehr auffällig. Er überschritt die Geschwindigkeit kontinuierlich um etwa 20 km/h, schaltete trotz mehrfacher Zeichen des Gegenverkehrs sein Fernlicht nicht aus und bewegte sich in Schlangenlinien, dabei mindestens einmal über die Mittellinie hinaus.

In Kiersperhagen auf Höhe des Funkenhofes hatten die Beamten genug gesehen, sie stoppten den Fahrer. In dessen Blut wiesen sie später Drogen nach. Auch im Wagen wurden sie fündig: 0,78 Gramm Haschisch und 0,79 Gramm Marihuana. Und noch eine Straftat hatte der 47-Jährige begangen: Er war ohne Fahrerlaubnis unterwegs.

Im Januar geriet er dann erneut ins Visier von Ermittlern. In Lüdenscheid, nahe seiner Wohnung, beschädigte der Mann während der Fahrt einen parkenden Wagen. Dabei entstand ein Schaden von knapp 2000 Euro. Statt zu warten, verließ der Lüdenscheider den Unfallort. Aus Angst vor der Polizei, weil er ja keine Fahrerlaubnis hatte, erklärte der Angeklagte vor dem Amtsgericht Meinerzhagen. Schließlich hatte er ja noch nie einen Führerschein. Den habe er sich finanziell nicht leisten können.

Damit der Geschädigte aber nicht hilflos zurückblieb, habe er seine Frau zum Unfallort geschickt. Vier Vorstrafen, meist aus dem Drogenbereich, brachte der Mann mit. Derzeit absolviere sein Mandant eine Drogentherapie, erklärte der Verteidiger.

Das ließ den Richter hoffen, dass künftig keine Straftaten mehr von dem Mann zu erwarten sind. Und so setzte er die sechsmonatige Haftstrafe zur Bewährung aus. Um einen Widerruf der Bewährung zu verhindern, darf der Angeklagte die Therapie nicht abbrechen und muss mit einem Bewährungshelfer im Kontakt bleiben.

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