Verkehrschaos in Kierspe: Schüler bleiben dem Unterricht fern

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Bereits gegen 3 Uhr rückten am Freitag die ersten Mitarbeiter des Winterdienstes im Stadtgebiet aus.

Kierspe - Geduld wurde am Freitag von Fahrern verlangt, die die L 528 in Richtung Halver und einige Straßen im Stadtgebiet befuhren. In den frühen Morgenstunden, als eigentlich die Schneefälle schon abgeklungen waren, bildete sich dort Eis aus dem festgefahrenen Schnee.

Doch nicht nur dort waren die Auswirkungen des Schnees zu spüren – auch in den Schulen fehlten etliche Schüler. Zum Teil, weil keine Busse fuhren, zum Teil aber auch, weil die Eltern ihren Kindern den Fußweg nicht zumuten wollten.

„Aufgrund des anhaltenden Schneefalls wird der Stadtverkehr in Kierspe bis auf weiteres eingestellt“, war Freitag selbst um 10.45 Uhr noch auf der Homepage der Märkischen Verkehrsbetriebe zu lesen. Doch nicht nur die Linienbusse mieden die Volmestadt, auch der Schulbusverkehr fiel aus. Das führte an der Gesamtschule dazu, dass Schüler aus Meinerzhagen, Halver und Rönsahl nicht mehr zur Schule kamen.

„Für mich ist es befremdlich, dass auch Schüler zu Hause geblieben sind, die gerade einmal zwei Kilometer von der Schule entfernt wohnen. Doch letztlich liegt es im Ermessen der Eltern, ob sie ihre Kinder zu Fuß zur Schule gehen lassen oder nicht. Es fehlen auf jeden Fall auch etliche Schüler, die nicht auf Busse angewiesen sind“, erklärt Stefan Müller, stellvertretender Schulleiter der Gesamtschule.

Deutliche Ausfälle gab es auch an der Pestalozzischule. Schulleiter Thomas Block: „Es sind etliche Schüler zuhause geblieben. Im Schnitt fehlen pro Klasse rund zehn Schüler. Weil es auch eine Kollegin nicht schaffte, von ihrem Wohnort außerhalb von Olpe zu kommen, haben wir zwei Klassen für den Unterricht zusammengelegt, was aber aufgrund der geringen Klassengröße durch die Ausfälle kein Problem war.“ Block, der als Leiter der Verbundschule auch für die Schanhollenschule zuständig ist, sagte, dass es dort ähnlich aussehe.

Für die Polizei war der Einsatz auf der L 528 Routine – sie mussten nur wenige unbelehrbare Verkehrsteilnehmer „maßregeln“.

„Bei uns fehlen rund 30 Schüler, darunter sind aber auch einige, die wegen Krankheit der Schule fernbleiben. Die Lehrer sind vollständig“, teilt Ekkehard Haas, Leiter der Bismarckschule mit. Er ist in dieser Position auch Leiter der Servatiusschule, doch die detaillierte Auskunft gibt Stefanie Fischer, die als Konrektorin in Rönsahl arbeitet: „Bei uns fehlen fünf Kinder aufgrund des Wetters. Dabei handelt es sich um Schüler, die auf einen Bus angewiesen sind. Die Lehrer sind alle pünktlich in der Schule gewesen.“

Für die Mitarbeiter des Baubetriebshofes der Stadt Kierspe ist Schnee im Winter nichts außergewöhnliches, wie es Birgit Eschrich formulierte. Die ersten Mitarbeiter seien in der Nacht zu Freitag bereits um 3 Uhr ausgerückt: „Da war es noch mehr Schneeregen als Schnee. Trotzdem habe man da bereits mit der Arbeit begonnen. Gegen 5 Uhr hätten dann die Hauptstraßen bereits ein zweites Mal geräumt werden müssen. „Da der Schnee sehr schwer ist, hat es gedauert, bis auch auf allen Nebenstraßen der Schnee geschoben werden konnte.

Schneechaos in den Eierkurven

Dieser Einsatz nützte den Fahrern, die auf der L 528 in Richtung Halver unterwegs waren, nichts. Dort hatten sich in den sogenannten Eierkurven zwei Lastwagen gegen 5.30 Uhr festgefahren und die Straße blockiert. Für die anderen Fahrer ging es dort stundenlang nicht weiter. Erst der Einsatz des Technischen Hilfswerkes aus Halver beseitigte gegen 14.45 Uhr die Engstelle, wobei auch die Helfer Schwierigkeiten hatten, die Wagen zu erreichen, da ihnen die Straßenverhältnisse bei der Anfahrt zu schaffen machten.

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