Verkehrsberuhigungen auf der Lindenstraße geplant

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Zur Anliegerversammlung waren die Bewohner der Lindenstraße, Am Brederek und Erlenweg in großer Zahl erschienen, um über die aktuelle Situation in ihrem Wohngebiet zu diskutieren. ▪

KIERSPE ▪ Da es in den vergangenen Jahren immer wieder Beschwerden der Anlieger der Lindenstraße, Am Brederek und Erlenweg gab, waren die Bewohner am Mittwoch zu einem Informationsgespräch im Hotel „Unter den Linden“ von der Stadt Kierspe eingeladen. Axel Boshamer vom Sachgebiet Ordnung und Umwelt und Karsten Seil vom Tiefbauamt der Stadt Kierspe konnten zahlreiche Anwohner der betroffenen Straßen begrüßen.

Inzwischen seien die Beschwerden von der Verwaltung geprüft und verschiedene Maßnahmen in Abstimmung mit dem Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises und der Polizei durchgeführt. Da trotzdem die Situation noch nicht befriedigend sei, hatten die Anlieger Gelegenheit, ihre Bedenken und Vorschläge zu einer Verkehrsberuhigung vorzubringen und zu diskutieren. Da nach den Sommerferien die Lindenstraße von der Einmündung der Friedrich-Ebert-Straße bis zum Haus Nr. 46 eine neue Fahrbahndecke bekommen soll, seien in diesem Zusammenhang auch verkehrsberuhigende Maßnahmen geplant. So werde vor dem Haus Nr. 16 eine Verengung gebaut und vor dem Haus Nr. 24 sollen Parkflächen markiert werden, ebenso vor dem Haus Nr. 34.

Am Ende der Ausbaustraße werde es eine Einengung geben, erklärte Karsten Seil. In der Zone, in der rechts vor links gilt, werden Blockmarkierungen angebracht und besonders noch auf die 30er-Zone hingewiesen werden.

Diese Maßnahmen gingen den Anliegern nicht weit genug. Es wurden viele Anregungen zu weiteren Veränderungen von den Betroffenen vorgebracht. Ein besonders Ärgernis sei dabei, dass die Autos in der Regel zu schnell fahren würden. Es wurde unter anderem angeregt, am Anfang und Ende der Lindenstraße Leitplatten in dem Bereich anzubringen, wo Parkplätze markiert werden. Auch Sperrflächen an relevanten Stellen würden die Anlieger befürworten.

Messungen an vier Tagen hätten ergeben, dass am Tag 2400 Fahrzeuge durch die Lindenstraße führen, informierte Axel Boshamer. Die am 5. Juli vorgenommene Verkehrsmessung habe ergeben, dass in beiden Richtungen in der Stunde 264 Fahrzeuge fuhren. Morgen waren es 147 und abends 164. Davon waren 4,1 Prozent Kleinfahrzeuge, 71 Prozent Pkw, 23 Prozent Vans und 1,9 Prozent Lkw. „Das macht die Lindenstraße als Zubringer von den Wohngebieten auf die Hauptstraße zu einer viel befahrenden Straße“.

Man werde sich im Bauausschuss noch einmal mit der Sache befassen, sagte Axel Boshamer. Im Zuge der Fahrbahnerneuerung werde von der Stadt gleich auch der öffentliche Kanal überprüft. Dabei würde auch in dem Bereich in die Hausanschlüsse hineingeschaut. Da während dieser Maßnahmen eine Kamera vor Ort sei, wäre es möglich und auch sinnvoll, wenn sich die Hausbesitzer an dieser Aktion beteiligten und eine Dichtheitsprüfung ihrer Kanäle vornehmen ließen. Zwar sei dies erst 2014 vorgeschrieben, doch da die Kanäle einmal offen lägen, würden sich die Kosten verringern, sollten Arbeiten notwendig werden. Da die Lindenstraße Haupterschließungsstraße sei, werde der prozentuale Anteil für die Anlieger 30 Prozent betragen. „Die Kosten werden nach einem Schlüssel umgelegt“, erklärte Seil. Auf die Anfrage, ob die Lindenstraße im Winter nicht zur Einbahnstraße erklärt werden könne, erklärte Boshammer, dass sich das nach der Schneemenge richte. Auch darüber werde im Ausschuss Umwelt und Bauen noch beraten. ▪ Bärbel Schlicht

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