Verein "Kinder von Tschernobyl"

Hilfe fließt tonnenweise aus Kierspe in die Ukraine

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Nach den Wahlen zeigte sich der Vorstand in seiner bewährten Besetzung.

Kierspe – 23 Tonnen Textilien, 500 Kilogramm Spielzeug, dazu Kinderbetten, Fahrräder, Kinderwagen, Nähmaschinen und auch Rollatoren – all das schickte der Verein „Kinder von Tschernobyl“ im vergangenen Jahr auf die Reise in die Ukraine.

Gespendet wurden diese Dinge von Menschen aus Kierspe, Meinerzhagen, Marienheide und den weiteren umliegenden Städten.

Doch nicht nur um die Hilfstransporte ging es im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins. Auch der Jahresbericht der Vorsitzenden Gisela Steinbach, der Kassenbericht von Hanne Boecker, der Bericht über die Kindereinladungen von Wolfgang Theunissen und Wahlen waren Themen bei der Mitgliederversammlung.

„Wir haben zurzeit 51 Mitglieder“, erläuterte Gisela Steinbach im Jahresbericht 2018. „An Kindern konnten wir 34 Kinder und drei Betreuerinnen begrüßen.“ Leider mussten zum ersten Mal seit 1992 zwei Geschwisterkinder nach Hause zurückgeschickt werden, da sie sich nicht in die Familie einfügen wollten. Das sei jedoch eine große Ausnahme. 

30 Medikamentenkinder auf der Liste

Des Weiteren berichtete Gisela Steinbach, dass der Verein Infostände beim Stadtfest in Kierspe sowie beim Weihnachtsmarkt in Rönsahl und in Gummersbach gehabt habe. Zwei Vorstandsreisen, eine im Mai und eine im September, haben einige Vereinsmitglieder unternommen, um sich einen aktuellen Eindruck vor Ort zu machen.

Derzeit stehen 30 Medikamentenkinder auf der Liste. Diese Familien werden regelmäßig besucht und jedes Mal wird neu entschieden, ob die Medikamente weiter gegeben werden oder andere Kinder auf die Liste kommen. „Diese Besuche sind für uns psychisch sehr belastend“, so Gisela Steinbach. „Wir können nicht beliebig viele Besuche an einem Tag durchführen, das würde uns überfordern.“ 

Auch im vergangenen Jahr unterstützte der Verein die Kindererholungsreise in die Karpaten finanziell. 30 Kinder und ihre Betreuerinnen erhielten für 14 Tage 5000 Euro, mit denen sie die Fahrt finanzieren müssen. „Diese Fahrt ist uns sehr wichtig, weil daran Kinder teilnehmen können, die aus sehr schwachen familiären Verhältnissen kommen.“

Spenden werden immer gebraucht

Neben der Kindererholungsreise unterstützt der Verein noch die Armenküche Bila Zerkwa. „Bei der Annahme von Textilspenden freuen wir uns immer sehr, wenn die Spender uns noch einen kleinen Geldbetrag für den Transport dazu geben“, informierte Gisela Steinbach. Ansonsten freut sich der Verein über jede Spende, auch zweckgebundene Spenden. Außer für die Medikamentenkinder – da gibt es bereits ausreichend Spendeneinnahmen – kann der Verein für die Kindererholungsreise oder die Armenküche zweckgebundene Spenden sehr gut gebrauchen. Aber auch über allgemeine Spenden würden sich die engagierten Mitglieder freuen.

Wolfgang Theunissen stellte das Ferienprogramm der Kinder, die nach Deutschland kommen, kurz vor. So waren die Kinder im vergangenen Jahr auf einem Reiterhof, besuchten eine Eisdiele, waren in Marienheide auf dem Schützenfest und unternahmen noch weiteres mehr.

Nach dem Kassenbericht von Hanne Boecker wurde gewählt. Gisela Steinbach wurde als Vorsitzende bestätigt, ebenso Antje Hawlina als Beisitzerin. Übrigens: Der nächste Annahmetermin für Spenden ist übernächste Woche, und zwar am Samstag, 23. März, von 10 bis 12 Uhr in Kierspe, Vorth 2.

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