Bürgerbusverein feiert seinen 20. Geburtstag

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Vor der Feier zum 20-Jährigen des Bürgerbusvereins nutzten die Gäste die Gelegenheit zur Besichtigung des Schleiper Hammers, der Jubach-Talsperre sowie der Historischen Brennerei.

Kierspe - Am 7. Mai 1994 wurde ein Verein aus der Taufe gehoben, der ein gutes Stück mehr Lebensqualität in die Stadt bringen sollte. Zwei Tage später startete der Bürgerbus zu seiner Jungfernfahrt, die von Berken aus ins Stadtgebiet führte. 20 Jahre Bürgerbusverein – dieser runde „Geburtstag“ wurde am Samstag in der Mensa der Gesamtschule gebührend gefeiert.

Von Rainer Crummenerl

Mit dabei waren nicht nur die 16 aktiven Fahrzeugführer, die den regelmäßigen Linienverkehr des Bürgerbusses im Stadtgebiet wöchentlich von montags bis freitags durchführen, sondern darüber hinaus auch viele Angehörige und langjährige Freunde der großen Bürgerbusfamilie.

Auch zahlreiche Mitglieder der befreundeten Bürgerbusvereine aus Nachbarschaft und Kreisgebiet, unter anderem aus Wipperfürth, Halver, Werdohl, Nachrodt, Herscheid, Schalksmühle und Meinerzhagen, ließen es sich nicht nehmen, den Tag gemeinsam mit den Kiersper Freunden zu verbringen. Zu den Gratulanten zählten auch Bürgermeister Frank Emde und die Bundestagsabgeordnete Petra Crone, die aus ihrer eigenen Praxis als Bürgerbusfahrerin berichten konnte.

Gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden Gerhard Kamphausen skizzierten die Gründungsmitglieder Wolfgang Hamann und Dirk Böcker die Geschichte des Bürgerbusvereins. Sie erinnerten an die Anfänge im Jahr 1994, die nicht leicht gewesen seien.

Von Stund an gehörte auch die Beförderung von Kindergartenkindern zu den bis auf den Tag wichtigen Aufgaben der Bürgerbuslinie, die Dank der guten Kooperation mit der MVG und den Verantwortlichen Kommunalpolitikern längst zu einem unverzichtbaren Faktor des ÖPNV in Kierspe geworden sei. Wie Petra Crone aus langjähriger Erfahrung berichtete, diene das Angebot gerade älteren Mitbürgern als gern in Anspruch genommene Gelegenheit zur Kommunikation.

Ein dickes Lob gab es auch von Bürgermeister Frank Emde. Er sprach den demografischen Wandel in der Gesellschaft an und brachte in diesem Zusammenhang seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der Bürgerbusverein, der als siebter von 111 solcher Vereine landesweit gegründet wurde, damals Pionierarbeit geleistet habe und von Anfang an gut aufgestellt war. Der Kiersper Verein sehe seine Aufgabe nicht nur darin, die Menschen von A nach B zu bringen, so Emde, sondern sei vielmehr darum bemüht, ein gutes Stück Lebensqualität zu vermitteln und die Bürger miteinander zu verbinden.

Laut Statistik wurden bislang 13 000 Touren gefahren und 325 000 Fahrgäste befördert. Demnach wurden jährlich im Schnitt 10 000 bis 20 000 Fahrgäste bei den wochentags mehrmals angebotenen Fahrten im Stadtgebiet gezählt. Gern erinnerte man sich an die Männer und Frauen der ersten Stunde und die, die den Verein in den Anfangsjahren nach vorne brachten. Dazu zählten unter anderem Susi Backhaus, Dirk Böcker, Egon Schmidt, Edmund Hesse, Manfred Ellermann, Wolfgang Hamann, Willi Vormann, Rolf Loskand, Werner Gregor, Günther Rentmeister und Wolfgang Jocksch. Sie alle leisteten – wie auch die übrigen 81 Fahrer – ein gutes Stück Aufbauarbeit. Hierfür wurden sie mit einer Anstecknadel geehrt, bevor die Feierstunde bei Kaffee und Kuchen und manch gutem Gespräch in geselliger Runde ausklang.

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