Kiersper Wehrstellenleiter: „Miserable Dienstbeteiligung“

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Jahresabschluss: Maximal zwei Fehldienste hatten (von links) Bernd Kemper, Anica Würth, Christian Dörseln und Nadine Dörseln vom LZ Stadtmitte.

Kierspe - Die Wehrstellenleiter der Kiersper Löschzüge 1 und 2 der Freiwilligen Feuerwehr übten am Samstag bei der Jahresabschluss Kritik an der Dienstbeteiligung.

Um 23 Prozent gestiegene Einsätze bei gleichbleibendem Personalbestand, das ergab die Statistik der Löschzüge 1 und 2 bei ihrem Jahresabschlussdienst am Samstag. Ärgerlich dabei seien die Fehlalarme, die mehr als die Hälfte der Einsätze ausmachen, so die einhellige Meinung. Brandoberinspektor Andreas Pfaffenbach, Leiter des Löschzuges 1, begrüßte die Mitglieder der beiden Züge und gab zuerst das Wort an Udo Budde von der Alters- und Ehrenabteilung. „Wir hatten kein gutes Jahr, bei uns waren viele krank“, berichtete dieser kurz und knapp. 

Keinen Fehldienst hatten (von links) Markus Zydek, Dennis Ulrich, Ulrich Fülber, Klaus Schulenburg, Vanessa Tonn und ihr Wehrleiter Andreas Pfaffenbach.

Alsdann führte Andreas Pfaffenbach aus, dass zum Jahresende der Personalbestand bei 40 Feuerwehrleuten liege, einem weniger als im Jahr zuvor. Für den Löschzug 2 übernahm den Rückblick Brandinspektorin Nadine Dörseln. Sie berichtete von einer Personalstärke von 26 Wehrleuten, einem weniger als im Vorjahr. Beide Löschzüge können auf je zwei Gastlöscher zurückgreifen. Während die Einsätze im LZ 1 2018 bei 126 lagen, (im Vorjahr 111), erhöhten sich die Einsatzstunden auf 2339 (2174). Im LZ 2 wurden 2018 80 (56) Einsätze gefahren und 1350 (901) Einsatzstunden gezählt. Insgesamt waren die Wehrleute des LZ 1 einschließlich Ausbildung, Einsätze, Sonderdienste, Fahrzeugpflege und Brandschutzerziehung 10 421 Stunden im Einsatz und die Kollegen des Löschzuges Stadtmitte 7881 Stunden. 

Noch weitere interessante Details las Nadine Dörseln aus der Statistik. So gab es neben den bereits erwähnten Fehlalarmen mit 25 erschreckend viele Ölspuren. „Samstags hatten wir mit 28 die meisten Einsätze gefahren“, so Nadine Dörseln. „Gefolgt von donnerstags, da waren es 25.“ 

Was beiden Wehrstellenleitern Sorge bereitet, ist die Dienstbeteiligung ihrer Kollegen. „Die Dienstbeteiligung ist ganz miserabel“, so Andreas Pfaffenbach. „Ich hoffe, dass es dieses Jahr besser wird.“ So stieg sie im LZ 1 zwar von 69 auf 70 Prozent, im LZ 2 aber fiel sie von 60,4 auf 54 Prozent. „Das ist eindeutig zu wenig, daran müssen wir arbeiten.“ Dennoch gibt es Kräfte, die sehr regelmäßig zu ihren Haupt- und Zwischendiensten gekommen sind. Diese erhielten von ihrer Wehrstellenleitung ein Präsent. Auch wurden die Wehrleute erwähnt, die im vergangenen Jahr Lehrgänge besucht hatten. Alsdann wurden die Beförderungen ausgesprochen. Nach einer ausgiebigen Pause mit einem Imbiss wurden die Dienstpläne und die Lehrgangsplanung für 2019 besprochen.

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