Zehnter Neugeborenen-Empfang: Drangvolle Enge im Kiersper Ratssaal

+
Zu einem Gruppenfoto stellten sich die Eltern mit ihren Babys und den Gastgebern auf.

Kierspe - Besorgt schaute die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Kierspe Monika Baukloh zur Eingangstür des Ratssaales. 224 Babys wurden im vergangenen Jahr in Kierspe registriert, alle waren mit ihren Familien zum Neugeborenenempfang eingeladen worden und wenn sie alle kämen, wäre der Ratssaal eindeutig zu klein.

Seit mittlerweile neun Jahren lädt der SPD-Ortsverein Neugeborene mit ihren Eltern und Geschwistern zum Empfang ein und immer wieder sind die Organisatoren im Unklaren darüber, wer der Einladung folgt und ob das Platzangebot ausreichen wird.

Am Samstagmorgen kam der Platz im Ratssaal an seine Grenzen. Die Eltern von 39 Kleinkindern erschienen mit diesen und an den Wänden entlang hatten sich 15 Vereine aufgestellt, die auf ihr für Kinder zugeschnittenes Programm aufmerksam machten. Letztlich reichte der Raum soeben und Monika Baukloh konnte alle Anwesenden zum zehnten Babyempfang begrüßen. Auch Vertreter der Politik hatten sich zum eingefunden – unter anderem waren die Bundestagsabgeordnete Petra Crone, der Landtagsabgeordnete Gordon Dudas und die Kandidatin der SPD für die nächste Bundestagswahl, die Kinderärztin Nezahat Baradari aus Attendorn, gekommen.

Der Meinerzhagener Kinderchor begrüßte die Gäste im Ratssaal musikalisch.

Monika Baukloh gab einen kleinen Rückblick auf die vergangenen neun Jahre Neugeborenenempfang. „Im ersten Jahr gab es gerade einmal drei Informationsstände“, erinnerte sie sich. „Heute sind 15 Vereine und Gruppen vertreten.“ Von der ersten Veranstaltung bis heute war Karin Stemmler von der Musikschule Kierspe immer mit dabei. Als Dank für so viel Treue überreichte ihr Monika Baukohl einen Strauß Blumen. Neben der Musikschule waren auch die Kiersper Kindergärten vertreten, die Stadtbücherei, die Awo-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche, die Kinderfeuerwehr aber auch Hand in Hand und der Meinerzhagener Kinderchor. Der sang zur Begrüßung der Babys „Wie schön, dass du geboren bist“ mit kräftigen Stimmen.

Die Abgeordneten Gordon Dudas und Petra Crone waren ebenfalls zum Neugeborenenempfang gekommen.

Dann erst kamen Petra Crone und Gordon Dudas zu Wort, doch die Kleinen wurden nun so unruhig, dass der Lärmpegel im Ratssaal deutlich stieg. Alle Gäste waren danach zu einem gemeinsamen Frühstück eingeladen und währenddessen bekam jedes Neugeborene einen Storch geschenkt. Die Eltern erhielten einen Ratgeber und ein Verzeichnis, in dem sich viele Infomationen über lokale Vereine und Einrichtungen für junge Familien finden. So sind dort unter anderem Kinderärzte, Kirchen, Spielplätze und Krabbelgruppen aufgelistet.

Zur Freude der Besucher wurden auch Lose verteilt. Damit ließen sich unter anderem eine Zehnerkarte fürs Hallenbad oder auch ein Gutschein der Musikschule gewinnen. Danach hatten die Eltern die Möglichkeit, sich an den einzelnen Ständen über Freizeitangebote oder Kindergärten zu informieren. „Wir hatten im vergangenen Jahr mit 224 geborenen Babys sehr viel mehr Kinder als in den Jahren davor. Da kamen wir auf 140 bis 170 Kinder, von daher war der heutige Neujahrsempfang schon eine Herausforderung für uns“, so Monika Baukloh.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare