Veranstaltung für Jugendliche im Rahmen der Allianz-Gebetswoche

Handy darf beim "Chillen mit Gott" in Kierspe nicht fehlen

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An vielen Stationen im Kirchenraum hatten die Teilnehmer Gelegenheit zu beten.

Kierspe - Dunkel war es in der Margarethenkirche, nur ein paar Teelichter erhellten spärlich den Raum. „Chillen mit Gott“ hieß es am Freitagabend im Rahmen der Allianzgebetswoche.

Und dazu hatten die zumeist jugendlichen Besucher ausgiebig Gelegenheit. 

„Wen liebst Du?“, „Bist Du glücklich?“, „Was ist es, was Dich ausmacht?“. Diese und andere Fragen wurden den Besucher gestellt – geschrieben auf einem Blatt Papier und zwischen die Teelichter auf den Fußboden gelegt. Es waren Fragen zum Leben und zur eigenen Persönlichkeit, die dort standen. 

Viele Stationen in der Margarethenkirche waren so gestaltet und luden zum Stehenbleiben und Nachdenken ein.

„Wir haben festgestellt, dass der Ort, wo die Frage gestellt wird, Einfluss auf die Antwort hat“, informierte die Jugendreferentin der evangelischen Gemeinde Andrea Bahr. „Stellen wir eine Frage im Eingangsbereich fällt die Antwort anders aus, als wenn sie auf der Empore gestellt wird.“

Es gab nicht nur viele Stationen in der Kirche, sie waren dazu sehr unterschiedlich gestaltet. Eine Station stellte ein kleines Abendmahl dar mit einem Brot in Kreuzform. Dort konnten sich die Besucher vom Leib Christi, welchen dieses Brot darstellen sollte, etwas abbrechen. In der Sakristei stand ein Spiegel an die Wand gelehnt, der von Versen aus dem Psalm 139 umrahmt war und auf dem Kanzeldach lief eine Präsentation, die einen Liebesbrief von Gott an die Menschen zum Inhalt hatte.

Das Handy spielt wichtige Rolle Bequeme Sessel, Sitzsäcke, dazu warme Decken luden an den unterschiedlichsten Stellen im Kirchenraum zum Verweilen – oder eben neudeutsch „Chillen“ – ein. 

Ein weiteres Hilfsmittel waren an diesem Abend die von den Besuchern mitgebrachten Mobiltelefone. Mit eigenen Kopfhörern verbunden konnte mit ihnen die Lieblingsmusik gehört und dabei so richtig entspannt werden, ohne die anderen Besucher zu stören. 

Ob man 15 Minuten zum „Chillen mit Gott“ in der Kirche blieb oder 50 Minuten, das war jedem selbst überlassen. Es gab keinen festen Rahmen und so konnte jeder so lange in der Kirche bleiben, wie er es wollte oder es ihm ein Bedürfnis war.

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