Müllsammeln im Regen

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Wer arbeitet, muss auch essen. Zum Abschluss der Sammelaktion gab es Würstchen für alle. ▪

KIERSPE ▪ Pünktlich zu Beginn der Aktion begann es zu schütten, pünktlich zum Abschluss hörte der Regen wieder auf. Der Frühjahrsputz, den die UWG alljährlich organisiert, war diesmal eine ungemütliche Angelegenheit. „Mir haben die Kinder leid getan“, meinte Friedhelm Fernholz, einer der Organisatoren. Ein Trupp Kinder aus der baptistischen Gemeinde hatte seinen Einsatzort an der L 528 und dort pfiff der Wind besonders heftig.

Bei der Müllsammelaktion am Freitagnachmittag hatten sich wieder rund 80 Erwachsene, Kinder und Jugendliche beteiligt. „Viele sind als Gruppe gekommen“, berichtete Friedhelm Fernholz. So war die Jugendfeuerwehr mit einem Dutzend Freiwilliger vertreten. Aus der baptistischen Gemeinde kamen 15 Helfer, das Rote Kreuz, die Tornados und natürlich die UWG selbst waren ebenfalls vertreten, außerdem einige Kiersper, die keiner der genannten Gruppen angehörten.

Am Morgen hatte es schon eine Sammelaktion rund um die Schulen gegeben. „Die Schanhollenschule, Bismarckschule, Pestalozzischule und die Gesamtschule waren mit jeweils drei Klassen dabei“, erläuterten die Organisatoren. Hochgerechnet seien das rund 300 Schüler. Am Vormittag hatten Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt den Müll abgefahren, am Nachmittag war die UWG für den Transport zuständig. Sieben Firmen hatten dazu unentgeltlich ihre Wagen zur Verfügung gestellt.

Ausgerüstet mit Handschuhen und Warnwesten machten sich die Helfer in Gruppen auf den Weg. Karsten Schröder und Friedhelm Fernholz hatten dazu neun Sammelstrecken festgelegt. An allen Ausfallstraßen aus Kierspe heraus wurde Papier- und Plastikmüll aufgelesen, Altglas gesammelt und Autoreifen aus dem Gebüsch gezogen. Besonders „ergiebig“ erwies sich der Parkplatz Neuenhaus. Dort lagen leere Sektflaschen „eimerweise“ herum. Die Parkplätze an den Straßen Richtung Halver, Meinerzhagen, Rönsahl, an der Volmestraße und Heerstraße wurden gesäubert, aber auch in Kierspe selbst, in Wildenkuhlen, auf dem Parkplatz Stadion an der Waldheimstraße und auf dem Weg zwischen Fritz-Linde-Stein und Glockenweg sammelten die Helfer auf, was uneinsichtige Mitbürger weggeworfen hatten.

„Wir hatten wieder viele Autoreifen“, sagte Karsten Schröder. „Diesmal waren nicht so viele große Teile dabei, eigentlich ist es querbeet der gesamte Zivilisationsschrott, der da zusammengekommen ist.“

Beginn und Abschluss der Aktion war am Bauhof hinter dem Rathaus. Dort konnten sich die Helfer mit dicken Sauerländern, Brötchen und Getränken stärken, die die UWG gestiftet hatte. ▪ bnt

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