Mit der Untersuchung der Anschlüsse noch warten

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Andrea Thelen und Karsten Seil raten Hausbesitzern dazu, derzeit die Anschlüsse an den Kanal nicht untersuchen zu lassen, da noch keine Kriterien für eine Prüfung erarbeitet seien. ▪

KIERSPE ▪ „Wir raten den Kierspern dringend, derzeit von einer Untersuchung der Hausanschlüsse abzusehen“, erklärt Karsten Seil, Leiter des Sachgebietes Tiefbau bei der Kiersper Stadtverwaltung.

Nach Informationen der Verwaltung sollen in etlichen Städten des Landes sogenannte „Kanalhaie“ unterwegs sein, die mit Sonderangeboten zur Untersuchung der Hausanschlüsse werben würden. Seil: „Es ist zwar zutreffend, dass die Hausanschlüsse bis zum Jahr 2015 untersucht werden müssen, doch wir haben bislang noch nicht einmal alle Kriterien festgelegt, nach denen die Prüfung erfolgen soll. Dementsprechend gibt es auch kein Formblatt, auf dem die Firmen ihre Testergebnisse nach unseren Vorgaben bescheinigen können.“

In diesem Zusammenhang verwies der Sachgebietsleiter auf den Ausschuss für Bauen und Wohnen, der sich mit den Vorgaben in seiner Sitzung am 30. März beschäftigen will.

Derzeit sei man in der Verwaltung dabei, das Stadtgebiet in verschiedene Bezirke einzuteilen, für die dann Fristen erarbeitet würden, bis zu deren Ablauf die Anschlüsse überprüft werden müssten. Diese Arbeit fällt unter anderem in den Zuständigkeitsbereich von Andrea Thelen, die als Ingenieurin bis vor kurzem bei einer Firma für Kanalsanierung gearbeitet hat und sich daher bestens mit dem Thema auskennt.

Die Einteilung in Bezirke ergibt sich in der Volmestadt auch daraus, dass Teile der Kommune im Trinkwasserschutzgebiet liegen. Für diese Bereiche gelten dann mit großer Sicherheit andere Kontrollfristen.

Notwendig ist die Untersuchung des Hausanschlusses, weil diese im Landeswassergesetz so festgelegt wurde. Ziel ist es, zu verhindern, dass Schmutzwasser in den Boden eindringt, und dass das Grundwasser in den Kanal gelangt. Obwohl es die Vorgabe bereits seit längerem gibt, wurden erst im vergangenen Jahr letzte Details geklärt, nach denen die Untersuchung zu erfolgen hat. Für Kierspe bedeutet das, dass frühestens in der Ratssitzung am 5. April eine entsprechende Satzung verabschiedet werden kann.

Weitere Informationen zu der Untersuchung der Hausanschlüsse finden sich auch auf der Homepage der Stadt Kierspe unter der Adresse http://www.kierspe.de. ▪ Johannes Becker

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