Friederike sorgt für Wirbel

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Hendrik Baukloh sitzt im Stab außergewöhnlicher Einsätze am Funkgerät.

[Update] Kierspe - Die vorsorglichen Vorbereitungen auf Sturmtief Friederike liefen schon am Mittwoch an: Eine Abfrage der Kreisleitstelle wurde von der Freiwilligen Feuerwehr dahingehend beantwortet, dass ein SAE (Stab außergewöhnlicher Einsätze) eingerichtet wurde.

Ab 6 Uhr saßen Feuerwehrchef Georg Würth, Michael Brück und Hendrik Baukloh in dieser Einsatzzentrale im Gerätehaus Stadtmitte und bereiteten die Technik dort vor: Der Digitalfunk wurde in mehrere Gruppen eingeteilt, das Einsatzlagesystem mitsamt Stadtkarte gestartet – auf diesem wird dargestellt, wo sich Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr im Stadtgebiet befinden – und ein Bürgertelefon vorbereitet, das im gegebenen Notfall zugeschaltet werden kann.

Um 10.26 Uhr kam dann die Aufforderung, alle Gerätehäuser zu besetzen. 40 bis 50 Feuerwehrleute warteten wenige Minuten später in den Gerätehäusern Stadtmitte, Wehestraße, Rönsahl, Vollme und Neuenhaus auf Einsatzbefehle. „So können wir sehr schnell fünf Fahrzeuge losschicken“, erklärte Würth diesen Voralarm.

Michael Brück hat zusammen mit Feuerwehrchef Georg Würth und Hendrik Baukloh ab 6 Uhr die Einsatzzentrale besetzt.

Sollte es erforderlich, würde weiteres Personal alarmiert. Gleichzeitig klinkte sich die Kiersper Feuerwehr aus dem kreisweiten Funkverkehr aus, „sonst könnte es zu unübersichtlich werden“. Bis in die Mittagsstunden mussten die Feuerwehrleute aber nicht ausrücken.

Die K2 wurde hinter Elbringhausen gesperrt, weil ein Baum über die Straße hing.

Ebenfalls nicht „ausrücken“ mussten am Donnerstag die Gesamtschüler. Bereits am Mittwochabend hatte sich die Schulleitung entschieden, den Unterricht ausfallen zu lassen. Da jedoch so kurzfristig nicht alle Schüler erreicht werden konnten, wurde für die, die zur Schule kamen, eine Betreuung sichergestellt und für eine möglichst schnelle Heimfahrt gesorgt.

Bäume auf der Bahnstrecke (hier bei Hüttebruch) brachten den Bahnverkehr zum Erliegen.

Die vier Kiersper Grundschulen dürfen den Unterricht nur dann ausfallen lassen, wenn es das Ministerium anordnet. Allerdings ist stets den Eltern freigestellt, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken oder nicht. Allein aus dieser Sicht dürfte weder an der Pestalozzi- und Schanhollenschule noch an der Bismarck- und Servatiusschule regulärer Unterricht durchgeführt worden sein. Natürlich gab es auch dort eine Betreuung für die Kinder.

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