Unternehmer frühstücken bei SuK in Kiersperhagen

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Die Stadtmarketingvereinsvorsitzende Dagmar Schröder begrüßte die rund 70 Anwesenden bei der Firma SuK.

KIERSPE ▪ „Wir wollen mit unserer Firma in der Champions League mitspielen. Gut, das will Schalke auch und das wird wahrscheinlich nichts, aber bei uns bin ich zuversichtlich“, erklärte Martin Witulski gestern als Geschäftsführer der Firma Firma Schütrumpf und Kückelhaus GmbH (SuK) – und gleichzeitig Fan des königsblauen Vereins.

Rund 70 Teilnehmer waren der Einladung des Initiators zu diesem Treffen, dem Stadtmarketingsverein, zum zweiten Unternehmerfrühstück gefolgt und im großen Gebäudekomplex an der Straße Am Funkenhof im neuen Gewerbegebiet Kiersperhagen zusammengekommen. „Noch sind wir nicht ganz fertig, also brauchen Sie ein wenig Fantasie. Aber ich wollte Sie auch nicht alle zu unserer Weihnachtsfeier in fünf Wochen einladen“, so Witulski. In derart lockerer und gleichzeitig sehr informativer Art und Weise präsentierte er sein Unternehmen. Der Kiersper hatte es 2007 übernommen und in diesem Jahr den Produktionsstandort von Bergneustadt in die Volmestadt verlegte.

Vollautomatische Spritzgießmaschinen

Der Thermoplastverarbeiter und Werkzeugbauer SuK fertigt für die Automobil- und Elektroindustrie, die Maschinen- und Anlagentechnik sowie die Medizintechnik technische Kunststoffteile im Ein- und Zweikomponentenverfahren. Dafür besteht der Maschinenpark aus vollautomatischen Spritzgießmaschinen, welche die Teilnehmer des Treffens gestern nach dem Frühstück ebenso zu sehen bekamen wie den Bürotrakt, das Lager und den Bereich Werkzeugbau. „Wir verfolgen die Strategie, dass wir jedes Werkzeug selbst bauen können wollen, lassen diese aber aus Kapazitäts- und nicht zuletzt aus monetären Gründen in unserem Zweigwerk SuK China herstellen.“

Auch über die positive Umsatzentwicklung des Unternehmens ließ Witulski seine Besucher nicht im Unklaren. So habe die Firma 2007 rund 1,7 Millionen umgesetzt, für 2010 erwartet der Geschäftsführer etwa 7 Millionen – also mehr als das Vierfache. Ebenso habe sich natürlich auch die Mitarbeiterzahl entwickelt. Mittlerweile arbeiteten 68 Angestellte für SuK, 2007 waren es nur 16.

Verbesserungen in den Abläufen

Doch durch die enorme Anzahl an Aufträgen, die auch während der Wirtschaftskrise nicht nachließ, sondern sich im Gegenteil noch steigerte, seien jetzt noch zahlreiche Verbesserungen in den Abläufen nötig. Die blieben durch den zeitlichen Stress einfach auf der Strecke. „Darum habe ich 2011 zum Jahr der Prozessoptimierung ausgerufen“, erklärte Witulski.

Bürgermeister Frank Emde freute sich, dass nach dem ersten Unternehmerfrühstück des Stadtmarketingvereins im Februar jetzt die gleiche Anzahl an Teilnehmern zu SuK gekommen war. „Gerade in einer Zeit, in der die Wirtschaftskrise noch nachwirkt, ist der Austausch unter mittelständischen Unternehmen besonders wichtig“, so Emde. Ganz im Gegensatz zu SuK sei der „Kahn“ der Stadt Kierspe allerdings noch nicht wieder fit. Deswegen gebe es auch Überlegungen, die Steuerhebesätze anzupassen. „Wir können uns leider nicht selbst aufstellen wie eine Firma, sondern wir werden gesetzlich aufgestellt“, begründete er den engen Spielraum einer Kommune.

Schanhollenmützchen in einer Bakelitdose

Der Stadtmarketingverein ergriff natürlich ebenso die Gelegenheit, um für seine Arbeit zu werben. So stellte der stellvertretende Vorsitzende Michael Knabe die Planungen des Vereins bezüglich erneuerter Hinweisschilder im Gewerbegebiet Wildenkuhlen vor, auf denen sich die Unternehmen präsentieren können – wenn sich genügend Interessierte dafür melden. Ebenso schlug er vor, die Pralinen Schanhollenmützchen in einer Bakelitdose mit dem Kiersper Stadtwappen etwa als Werbegeschenk zu Weihnachten zu verwenden. Da diese aber nicht „blind“ an Kunden verschenkt werden sollen, bekam jeder Teilnehmer der Veranstaltung nach der Betriebsbesichtigung eine Mischung der verschiedenen Schanhollenmützchensorten überreicht, um sie vor dem späteren Verschenken testen zu können.

Knabe machte abschließend darauf aufmerksam, dass jeder Unternehmer mit seinen Ideen und Anregungen – auch beispielsweise zum dritten Unternehmerfrühstück – beim Stadtmarketingverein willkommen sei. ▪ Isabelle Strohkamp

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