Wisch-Bauelemente blickt auf das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte zurück

Unternehmen WiSch kommt gut durch die Pandemie

Frank Schmiedel, Geschäftsführer und Mitinhaber von Wisch-Bauelemente, öffnet eine der vielen Haustüren in der Ausstellung an der Kölner Straße.
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Frank Schmiedel, Geschäftsführer und Mitinhaber von Wisch-Bauelemente, öffnet eine der vielen Haustüren in der Ausstellung an der Kölner Straße.

Von einem rückläufigen Auftragseingang durch die Corona-Pandemie ist bei der Firma Wisch-Bauelemente nichts zu spüren. „Im vergangenen Jahr hatten wir einen Vorlauf von drei Monaten und derzeit sind es immer noch gut sechs Wochen“, freut sich Geschäftsführer und Mitinhaber des Kiersper Unternehmens Frank Schmiedel.

Kierspe - Er sieht vielmehr in der Corona-Pandemie einen Grund, warum es derzeit noch besser läuft als in den vergangenen Jahren und warum seine Firma im vergangenen Jahr den besten Umsatz ihrer Geschichte hatte: „Die Kunden können nicht in Urlaub fahren und setzen das Geld dann für Arbeiten am eigenen Haus oder der Wohnung ein. Viele haben aber auch durch ihre vermehrte Anwesenheit in den eigenen vier Wänden gemerkt, was man noch alles tun könnte, welche Fenster undicht sind und welche Türen klemmen.“ Dadurch habe die Firma nicht nur viele Bauelemente wie Türen, Fenster und Garagentore verkauft und eingebaut, sondern auch viele Reparaturen erledigt. Und all das meistens in Kierspe, Meinerzhagen und der näheren Umgebung.

Denn es ist schon bemerkenswert, wie kurz die Strecken der drei angestellten Monteure sind, um zu den Kunden zu kommen. Es gebe natürlich auch Kunden in Lüdenscheid, Wipperfürth oder Halver, doch die meisten fänden sich in Kierspe und der Nachbarstadt Meinerzhagen. „Die Außendienstler unserer Lieferanten sind immer ganz überrascht, dass wir im Grund nur um die eigene Kirche fahren“, beschreibt Schmiedel.

Wenn die Firma Wisch auch in diesem Jahr erst ihren zehnten Geburtstag feiert, losgegangen ist es mit dem Unternehmen bereits viel früher. Frank Schmiedel ist von seiner Ausbildung her eigentlich Werkzeugmacher. Bereits 1994 begann er neben dieser Tätigkeit mit dem Handel und Einbau von Bauelementen. Vier Jahre später kaufte er an der Volmestraße ein altes Gebäude, das ihm als Lager dienen sollte. Ein weiteres Jahr später, 1999, gab er seine Festanstellung in Meinerzhagen auf und setzte voll auf die Selbstständigkeit.

2011 tat er sich mit Andreas Winkel zusammen, damals entstand der neue Name unter dem die Firma heute bekannt ist: Wisch-Baulemente, wobei das Unternehmen den Namen selbst WiSch schreibt und damit einen Hinweis auf die beiden Inhaber gibt. Damals wurde auch der erste Mitarbeiter eingestellt, „der heute noch bei uns ist“.

Schnell wurde das Gebäude an der Volmestraße zu klein und die beiden Eigentümer machten sich auf die Suche nach einem neuen Domizil. Fündig wurden Winkel und Schmiedel gar nicht so weit vom alten Standort entfernt. An der Kölner Straße kauften sie Teile des ehemaligen Helft-Gebäudes von der Fischer-Stiftung. Ein Jahr später begannen die Bauarbeiten, die von dem Kierspe Planungsbüro SKV begleitet wurden. Galt es doch mehr als 1200 Quadratmeter Altbau in neue Geschäfts-, Ausstellungs- und Lagerräume umzuwandeln. Gut, dass man die Bauelemente selber liefern und einbauen konnte – mussten doch rund 100 neue Fenster und Türen her.

Andreas Winkel ist seit 2011 Miteigentümer der Firma. Damals erhielt diese auch ihren heutigen Namen.

Bereits während des Umbaus, der immer noch nicht komplett abgeschlossen ist, begann die Geschäftstätigkeit an dem neuen Ort. Neben einem Büro, in dem eine Angestellte wirkt, konnten und können nun auch Ausstellungsstücke präsentiert werden – vom Fenster über die Haus- oder Stahltür bis hin zum Garagentor samt funktionstüchtigem Antrieb. Um personell auch für die Zukunft gerüstet zu sein, wurde in den Jahren das Personal aufgestockt. Heute arbeiten neben den beiden Geschäftsführern und der Bürofachkraft auch drei Monteure für Wisch – seit 2020 gibt es die erste Auszubildende, die Industriekauffrau für Büromanagement wird.

Bislang ist die gesamte Firma gut durch die Pandemie gekommen. „Es war schon ein kurioses Jahr. Wir hatten im Frühjahr 2020 eine große Baustelle und wussten nicht, was auf uns zukommt. Wir haben damals erst einmal Handschuhe und Desinfektionsmittel auf die Autos gepackt“, erinnert sich Schmiedel. Der große Vorteil an der Arbeit sei, dass man beim Einbau von Fenstern und Türen im Grunde ja an der frischen Luft sei und die Kunden sich normalerweise nicht im gleichen Raum aufhielten. „In dem ganzen Jahr hatten wir nur zwei Kunden, die ihre Aufträge wegen der Pandemie absagten“, so Schmiedel.

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