„Unser Dorf hat Zukunft“: Teilnahme bleibt fraglich

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Es gibt derzeit mehrere wenig ansprechende „Baustellen“, wie das Restgebäude des früheren Schulkomplexes, die ein Mitmachen beim Dorfwettbewerb zumindest infrage stellen.

Kierspe - Eine neue Runde im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ steht in diesem Jahr an, und die Anmeldeformalitäten für die daran teilnehmenden Dörfer und Siedlungsgemeinschaften laufen bereits.

Derzeit ist indes noch nicht definitiv entschieden, ob die Dorfgemeinschaft Rönsahl als Titelverteidiger der beim letzten Wettbewerb auf Kreisebene errungenen Goldmedaille und der beim folgenden Landeswettbewerb gewonnenen Silbermedaille in diesem Jahr überhaupt wieder am Wettbewerb teilnehmen soll.

Um diesbezüglich eine klare Entscheidung herbeizuführen, lädt das mit den Modalitäten befasste Gremium im Bürgerverein der Historischen Brennerei – dazu zählen Rönsahls früherer und langjähriger Ortsbürgermeister Horst Becker, in den Anfangsjahren und lange danach Motor und Ideengeber in Sachen Dorfwettbewerb, sein Nachfolger im Amt des Ortsbürgermeisters, Holger Scheel, sowie nicht zuletzt Karl-Friedrich Marcus, bei dem die Fäden in Sachen Organisation und Durchführung der Beteiligung am Dorfwettbewerb seit einigen Jahren zusammenlaufen, zu einem „Runden Tisch“ ein.

Zwecks Bestandsaufnahme und daraus resultierender Entscheidungsfindung über die diesjährige Teilnahme treffen sich deshalb die Vereinsvertreter, Gewerbetreibenden, natürlich die Entscheider und alle interessierten Bürger am Mittwoch, 25. März, um 19 Uhr in der Brennerei. Dazu wird festgehalten, dass einiges aus dem seinerzeit hoch bewerteten Dorfentwicklungsplan aus dem Jahr 2018 mittlerweile in Angriff genommen (Gewerbegebiet) beziehungsweise weitgehend bereits fertiggestellt worden ist (Callestinic- und Mehrgenerationenpark an der Meienbornstraße). Dank privater Initiative konnte die ärztliche Versorgung sichergestellt werden, und es wurde eine Reihe neuer Wohnhäuser errichtet.

Eine ganze Reihe von Fragen

Allerdings stellen sich, so listen die Einlader zum Runden Tisch auf, eine ganze Reihe von Fragen, die der Klärung bedürften. Was ist mit dem Dorfkern, der Leie, der Alten Post und dem früheren Wirtshaus an zentraler Stelle im Dorf? Wird die Herberge am Strandbadweg gebaut? Wie sieht es aus mit der Nahversorgung, der Post und weiteren Einkaufsmöglichkeiten im Dorf? Warum ist das Projekt „Senioren-Wohnungen“ gescheitert?

Wie steht es mit der Vereinsarbeit, den gemeinsamen Festen und anderen Vereinsaktivitäten? Ist beispielsweise die Fortsetzung von Dorf- und Strandbadfest sowie Weihnachtsmarkt gesichert? Es stellt sich die Frage, wie es mit der konkreten Situation um den ÖPNV aussieht und ob die Mobilität verbessert werden konnte. Was ist mit den Radwegen, wie finden die Generationen zusammen, und wie präsentiert sich das Dorf in der Außendarstellung? Was tut sich bei der Grüngestaltung im Dorf, was geschieht mit den Schotterbeeten und untypischen Pflanzen in verschiedenen Vorgärten, wie steht es mit der Gestaltung des Friedhofs und der Natur ums Dorf?

Diese und weitere „Baustellen“ sollen vor der Entscheidung darüber, ob sich das Dorf Rönsahl abermals am Dorfwettbewerb beteiligen oder diesmal aussetzen soll, um gemeinsame Lösungen für die vielen offenen Pläne und vorhandenen Probleme zu erarbeiten und umzusetzen, besprochen werden. Auch deshalb hoffen die Einladenden auf eine entsprechende Resonanz und freuen sich auf einen erfolgreichen Abend.

Der Wettbewerb

Teilnahmeberechtigt sind Ortschaften mit dörflichem Charakter und mit bis zu 3000 Einwohnern. Neu gegenüber 2017, dem letzten Wettbewerb: Die Bewertungskriterien werden in Kürze neu gefasst. Was bleibt, ist die Bereisung der Bewerberorte durch eine Bewertungskommission. Anmeldungen sind noch bis zum 17. April möglich. Das Siegerdorf nimmt am Landeswettbewerb 2021 teil. Kontakt: Lisa Becker, Märkischer Kreis, E-Mail: i.becker@maerkischer-kreis.de.

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