K 3-Engpass soll bis August saniert werden

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Der Kiersper Kreistagsabgeordnete Hermann Reyher an der Unfallstelle. ▪

KIERSPE ▪ Fast ein Jahr ist seit dem Unfall auf der K 3 zwischen Kierspe und Halver vergangen: Am 6. August stürzte ein Viehfuttertransporter bei Eltinghausen die Böschung hinunter ins Kerspetal. Seitdem ist die Unfallstelle abgesperrt und die Geschwindigkeit für den Autoverkehr auf 30 Stundenkilometer begrenzt. Jetzt soll endlich etwas passieren.

„Im August wird alles fertig sein“, kündigte der Sprecher des Märkischen Kreises, Hendrik Klein, gestern auf Nachfrage unserer Zeitung an.

Der Kiersper Kreistagsabgeordnete Hermann Reyher hatte sich mit dem Thema bereits seit ein paar Monaten beschäftigt. Schon am 14. März fragte er im Rahmen einer Kreistagssitzung an, wann die Unfallstelle saniert werde. Als Antwort leitete das Büro des Landrates ihm eine E-Mail weiter: „Der Landesbetrieb Straßen NRW koordiniert die Beseitigung des Schadens“, schrieb Thomas Meyer aus der Abteilung Straßenunterhaltung des Märkischen Kreises. Diese Nachricht erreichte Hermann Reyher vor zwei Tagen, Thomas Meyer hatte sie aber bereits am 27. März an das Landratsbüro geschickt. Auf der K 3 hatte sich seitdem nichts getan.

Grund für Reyhers Besorgnis ist vor allem die Sicherheit von Freizeitsportlern. Seit das schöne Wetter sich durchgesetzt habe, nutzten viele Motorradgruppen aus der Rhein-Ruhr-Region diese idyllische Strecke. „An der Unfallstelle ereignen sich manchmal gefährliche Situationen zwischen Radfahrern, Joggern und Bikern“, so der Kreistagsabgeordnete.

Auch der Besitzer des Grundstücks Eltinghausen 2 wandte sich an Reyher. „Das Grundstück neben der Unfallstelle gehört zum Naturschutzgebiet“, erläutert Reyher die Problematik. „Der Pächter darf dort einmal im Jahr mähen.“ Für gewöhnlich sei das im frühen Sommer erlaubt. „Noch ist aber ungewiss, was er dann alles zu beachten hat, solange die Baustelle noch nicht eingerichtet ist.“

Seit August bedeckt eine Plane die Unfallstelle hinter der Absperrung, damit der Hang nicht abrutscht. „Die Böschung kann dort nicht so bleiben, weil verunreinigtes Erdreich abgetragen wurde. Sie muss flacher gemacht werden“, erklärt Hendrik Klein die notwendigen Maßnahmen. Kein Problem, wie Hermann Reyher weiß: „Der Grundstücksbesitzer ist bereit, einen Streifen von 60 Zentimetern zur Verfügung zu stellen.“

Wie Klein gestern mitteilte, läuft inzwischen die Ausschreibung für die Sanierungsarbeiten. Die Kosten von voraussichtlich 12 000 Euro wird die Versicherung des verunglückten Viehfuttertransporters tragen. ▪ cra

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